# taz.de -- tazđŸlage: Sind Katzen links oder rechts? Ein taz-interner Streit, Folge 1
1. Na klar sind Katzen links. Hitler hatte einen Hund, Lenin und Rosa
Luxemburg hatten Katzen. 2. âKatzen sind links, denn Privateigentum sehen
die kritischâ, weiĂ Videoredakteur Nicolai K. Sie markieren zwar ihr
Revier, aber es sind keine Nationalisten: Sie bauen keine Mauern und ZĂ€une,
sondern ĂŒberwinden sie im Nu. 3. âKatzen sind die Anarchist*innen des
Tierreichsâ, sagt die Catgirl-Fotoredakteur*in mit Markenzeichen flauschige
Katzenöhrchen am Haarreif. âEs gibt ja auch Bengalo-Katzenâ, stimmt eine
andere Kollegin zu. âSie sind fundamental antiautoritĂ€râ, ist Konstantin N.
ĂŒberzeugt. âBliebe die Frage zu klĂ€ren, ob Linke immer antiautoritĂ€r sindâ,
ergÀnzt Kultur-Kollegin Nina A. 4. Ja, die Stubentiger tun jedenfalls mehr
fĂŒr unser Wohlergehen und unsere Gesundheit als CDU, CSU und SPD. Katzen
streicheln senkt den Blutdruck und die Herzfrequenz, die unsere neoliberale
Regierungskoalition mit stÀndig neuen Frechheiten in die Höhe treiben. 5.
Katzen fressen und schlafen den ganzen Tag. Damit realisieren sie das Recht
auf Faulheit, das der französische Sozialist Paul Lafargue bereits 1880
proklamierte und wie es zum Beispiel Punks bis heute praktizieren. 6. âAll
cats are beautifulâ, schreibt Wirtschaftsredakteur Simon P. Das stimmt.
Aber sind denn alle Linken schön? Na ja, Schönheit kann ja auch von innen
kommen. 7. Anders als die Hunde arbeiten Katzen und Linke nicht mit der
Polizei zusammen. âDochâ, grĂ€tscht die Fachredakteurin fĂŒr KĂ€se und KanĂ€le
dazwischen, âin Amsterdam gibt es eine, die heiĂt Nimiâ. Da schaltet sich
der Redakteur fĂŒr KnĂŒppel und Kinder ein und fragt: âWie macht die
Polizeikatze?â â âMiau!â Lotte Laloire
12 Aug 2026
## AUTOREN
(DIR) Lotte Laloire
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