# taz.de -- taz🐾lage: Die taz streitet
       
       Es brodelt in der Redaktion. Auslöser ist ein [1][taz Talk vom 10. Juli,
       organisiert von der Initiative Queer Nations]. Deren Mitgründer, der
       langjährige taz-Redakteur Jan Feddersen, sprach dabei unter anderem mit
       Inge Bell. Die Menschenrechtsaktivistin ist umstritten, etwa weil sie
       Geschlechtsangleichungen kritisiert und von trans* Frauen als „biologischen
       Jungs“ spricht.
       
       Auch Jan Feddersen stellt in einem [2][Beitrag für Queer Nations] die
       Legitimität von trans* Personen infrage. So schreibt er von „angeblichen
       nonbinären Identitäten“ und Queers, die ihr „eigenes Schwulsein nicht so
       deutlich aussprechen“. Vereinfacht gesagt: Queers seien eigentlich Schwule,
       die sich nur nicht trauten, dies zuzugeben.
       
       An diesen Positionen hagelt es auf dem taz-internen E-Mail-Verteiler
       „tagesthema“ seit einigen Tagen Kritik. In einer Zeit, in der die Rechte
       von trans* Personen weltweit unter Beschuss stünden und das Lemkin-Institut
       gar vor einem Genozid an der trans* Community in den USA warne, äußerte
       taz-Fotoredakteur*in Jyn Rimmele den Wunsch, dass die taz künftig auf
       derartige Veranstaltungen verzichte. Bereits 2020 hatte eine Veranstaltung
       von Queer Nations in der taz heftigen Streit ausgelöst, wie [3][im tazblog]
       nachzulesen ist.
       
       Er finde es „skurril“, dass die taz mit Pride-Flaggen werbe,
       Transfeindlichkeit aber gleichzeitig als innerlinke Meinungsverschiedenheit
       schönrede, schrieb Jonas Wahmkow, einer der vielen solidarisch antwortenden
       taz-Redakteur*innen. Eine andere Redakteurin findet wiederum den Vorwurf,
       ein taz-Kollege wolle trans* Menschen „vernichten“, infam. Der
       Redaktionsrat verurteilt „die abwertenden und trans feindlichen Äußerungen,
       die immer wieder von einzelnen Personen in diesem Haus abgesondert werden“,
       appelliert aber auch an alle Beteiligten, Kritik sachlich vorzutragen und
       auf persönliche Angriffe zu verzichten.
       
       Schließlich wurde der Vorschlag eingebracht, nach feministaz und männertaz
       sei es wohl an der Zeit, eine trans*taz zu produzieren. Dagegen hat – bei
       allen Differenzen – bisher niemand etwas gesagt. (mits)
       
       21 Jul 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /!vn6182352/
 (DIR) [2] https://queernations.de/jens-spahn-schwul-zu-sein-ist-nicht-queer/
 (DIR) [3] https://blogs.taz.de/hausblog/eine-geplante-veranstaltung-und-die-folgen/
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Mitsuo Iwamoto
       
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