# taz.de -- Andy Burnham: Morning Glory in Großbritannien?
       
       > Der britische Premier Keir Starmer wirft angesichts monatelanger
       > Regierungskrisen das Handtuch. Kann sein Nachfolger Andy Burnham es
       > richten?
       
 (IMG) Bild: Morning Glory in Großbritannien?
       
       In Großbritannien geht es seit einiger Zeit hoch her, und das hat auch viel
       mit dem Premierminister des Landes zu tun, [1][Keir Starmer].
       
       2024 gelang ihm mit seiner Labour-Partei ein Erdrutschsieg bei den Wahlen,
       womit er die Ära der konservativen Tories beendete. Doch schon kurz nach
       seinem Amtsantritt begann der Ärger. Unpopuläre Sparmaßnahmen, Diskussionen
       um fragwürdige Geschenke – und schließlich natürlich die
       [2][Mandelson-Affäre]. Da kam heraus, dass er Peter Mandelson zum
       Botschafter in den USA gemacht hatte, obwohl er von dessen Freundschaft mit
       [3][Sexualstraftäter Jeffrey Epstein] wusste. Und während Starmer mit all
       diesen Problemen gekämpft hat, sind die Rechten von „Reform UK“ mit Nigel
       Farage auf dem Vormarsch.
       
       Auch innerhalb der Labour-Partei wurde der Ton zuletzt rauer: Kritiker
       warfen Starmer vor, zentrale Wahlversprechen aus den Augen zu verlieren und
       den Rückhalt an der Parteibasis zu verspielen. Die Umfragewerte sanken,
       während die politische Stimmung im Land zunehmend gereizter wurde.
       
       Jetzt hat Starmer seinen Rücktritt angekündigt, und ein anderer soll es nun
       richten: Andy Burnham, der Starmer am kommenden Montag wohl als
       Premierminister ablösen wird. Burnham gilt als einer der profiliertesten
       Labour-Politiker des Landes und war viele Jahre Bürgermeister der
       Metropolregion Greater Manchester. Dort machte er sich unter anderem mit
       seinem Einsatz für den Ausbau des Nahverkehrs und für mehr regionale
       Eigenständigkeit einen Namen.
       
       Viele hoffen, dass er frischen Schwung in die Regierung bringen und das
       Vertrauen vieler enttäuschter Wählerinnen und Wähler zurückgewinnen kann.
       Kann er Labour retten? Wird es ihm gelingen, das Land zu befrieden? Wird
       mit ihm alles besser? Darüber spricht in dieser Folge der fernverbindung
       Auslandsredakteurin Judith Poppe mit dem taz-Korrespondenten für
       Großbritannien, Daniel Zylberstajn-Lewandowski.
       
       Diese Folge wurde aufgenommen am 14. 7.2026 um 14.15 Uhr MESZ.
       
       16 Jul 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Regierung-in-Grossbritannien/!6195981
 (DIR) [2] /Mandelson-Affaere-in-Grossbritannien/!6172691
 (DIR) [3] /Jeffrey-Epstein-und-die-Folgen/!6157107
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Judith Poppe
 (DIR) Daniel Zylbersztajn-Lewandowski
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Podcast „Fernverbindung“
 (DIR) Großbritannien
 (DIR) Labour Party
 (DIR) Tories
 (DIR) GNS
 (DIR) Keir Starmer
 (DIR) Podcast „Fernverbindung“
 (DIR) Podcast „Fernverbindung“
 (DIR) Podcast „Fernverbindung“
 (DIR) Vereinigtes Königreich
 (DIR) Reden wir darüber
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Zentralafrika: Warum die DR Kongo Ebola nicht in den Griff bekommt
       
       Das Ebolavirus wütet derzeit heftig in der DR Kongo. Die Behörden versagen,
       das Virus ist außer Kontrolle. Wie konnte es dazu kommen?
       
 (DIR) Queeres Leben in Senegal: Zehn Jahre Haft auf Homosexualität
       
       Die senegalesische Regierung verschärft Strafen wegen Homosexualität. Das
       neue Strafmaß: bis zu zehn Jahre Haft. Wie kann queeres Leben das
       überstehen?
       
 (DIR) Midterms in den Vereinigten Staaten: Übernehmen jetzt die Sozialist:innen bei den US-Demokraten?
       
       In den USA sind linke Demokrat:innen auf dem Vormarsch und entscheiden
       Vorwahlen für den Kongress für sich. Reicht das, um im November zu
       überzeugen?
       
 (DIR) Neue Regierung in Großbritannien: Keine Schonfrist für Andy Burnham
       
       Schon gleich zu Amtsantritt muss die neue Labour-Regierung in London
       gewaltige Probleme angehen. Ein Überblick über einige der größten
       Baustellen.
       
 (DIR) Neuer britischer Premier Andy Burnham: In London kommt der Weihnachtsmann
       
       Großbritannien bekommt seinen sechsten Premierminister innerhalb von zehn
       Jahren. Der ständige Wechsel in 10 Downing Street hat aber auch sein Gutes.