# taz.de -- was für eine woche: „Ministerin Reiche kämpft nach wie vor verbissen gegen die Energiewende“
Anja Krüger
In diesen Tagen wird der von Katherina Reiche (CDU) vorgelegte Entwurf für
ein neues Erneuerbare-Energien-Gesetz durchs Bundeskabinett gehen. Manche
finden, dass die Bundeswirtschaftsministerin ihre ursprünglichen Pläne
entschärft hat. Reiche rudere zurück, sie mache einen großen Schritt auf
ihre Kritiker:innen zu, heißt es. Wirklich?
Nein. Kosmetische Änderungen gegenüber den ursprünglichen Vorhaben sollten
nicht den Blick darauf verstellen, dass die Ministerin nach wie vor
verbissen gegen die Energiewende kämpft. Sie bürokratisiert den Betrieb
von Dachsolaranlagen und macht ihn finanziell schwer kalkulierbar. Die als
„Korrektur“ angesehene Übergangsfrist von drei Jahren, in denen es noch
eine Förderung für Dachanlagen geben soll, ändert nichts an der falschen
Weichenstellung. Solaranlagen müssen wegen der Investitionskosten für sehr
viel mehr Jahre kalkulierbar sein. Auch die Betreiber von Windanlagen
brauchen Verlässlichkeit. Aber Reiche will deren Finanzierungsgrundlage
nicht verbessern. Mit einer ganzen Reihe von Details verschlechtert sie
systematisch die Bedingungen für die Erneuerbaren. Das ist das Gegenteil
von Einlenken.
25 Jul 2026
## AUTOREN
(DIR) Anja Krüger
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