# taz.de -- taz🐾lage: Danke, taz!
Manchmal bekommt man eine unverhoffte Chance: Etwas auszuprobieren, von dem
man zuvor nur vage Vorstellungen hatte; etwas lernen zu dürfen, von dem man
nicht sicher war, ob man es je würde lernen können. So eine Chance gab mir
die taz. Und das gleich mehrmals: Als ich mich vor mehr als vier Jahren
hier für ein erstes Praktikum bewarb – ohne jegliche journalistische
Vorerfahrung, nur mit einer frisch entdeckten Leidenschaft fürs Schreiben.
Ein Jahr später, als ich erneut um ein Praktikum bat, um noch mehr
redaktionelle Erfahrungen zu sammeln. Noch ein Jahr darauf, als ich wieder
um ein Praktikum bat, um im Ressort Reportage und Recherche zu lernen, wie
man denn eigentlich eine größere Reportage schreibt. Und ganz besonders im
vergangenen Jahr, als ich mich um ein Volontariat in der taz bewarb.
Immer wieder öffneten mir viele Kolleg:innen hier Türen, waren für mich
da, wenn ich an mir selbst zweifelte. Das geschah nicht zu selten.
Journalist werden, das war kaum denkbar in den Verhältnissen, in denen ich
aufwuchs. Klassengrenzen sind eine fiese Sache. Selbst nicht institutionell
manifest, können sie Wege erschweren. Nicht zufällig arbeiten in vielen
Medienhäusern unterdurchschnittlich wenige Arbeiter:innenkinder. Und
nochmal weniger davon haben eine Ost-Biografie. Auch diese Schieflage ist
Teil des politischen Schlamassels, in dem wir heute stecken.
Die taz und die taz Panterstiftung versuchen das zu ändern. Zwar endete
vergangene Woche mein Volontariat in der taz. Nun beginnt als Redakteur im
Politikteil der wochentaz wieder etwas Neues. Danke taz, danke auch Ihnen,
liebe Leser:innen!
Tobias Bachmann
6 Jul 2026
## AUTOREN
(DIR) Tobias Bachmann
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