# taz.de -- das wetter: Familiengut
Papa Schnösel und Mama Schick hatten mit Anfang vierzig noch ein Kind in
die Welt gesetzt, Prince Eitel. Damit es nicht so hieß wie der andere
Schrott, hatten sie dafür ein Zimmer ihrer geräumigen und komfortabel
modernisierten Sechs-Zimmer-Altbauwohnung freigeräumt und das Ganze dort
abgestellt, Wiege, Laufstall und Baby. Was sollten sie auch sonst damit
anfangen? Dann hatten sie sich ein Kindermädchen besorgt, das ebenfalls gut
zu den Tapeten passte und mit den Möbeln harmonisierte. Für später, wenn
das da wachsen sollte und immer mehr Geld kostete, hatten sich Papa
Schnösel und Mama Schick schon die Unterlagen besorgt, um es zur Adoption
freizugeben oder notfalls einfach zu verschenken, also ohne Erlös oder
wenigstens Kompensation für die entstandenen Unkosten, auch wenn das schon
sehr gegen ihre Prinzipien verstieße.
20 Jul 2026
## AUTOREN
(DIR) Peter Köhler
## ARTIKEL ZUM THEMA