# taz.de -- taz🐾lage: Urlaubs-Utopien im taz Talk
       
       Was haben Zorn, Ballern und Scharfbillig gemeinsam? Richtig: In all diesen
       Orten ist das laufende Schuljahr bereits zu Ende gegangen – und damit
       befinden sie sich mitten in den Sommerferien. Die allermeisten Menschen in
       Deutschland müssen noch ein bis fünf Wochen (!) warten, bis es so weit ist.
       Und dann kommen natürlich noch ein paar Stunden Stau auf der Autobahn
       obendrauf, bis sie endlich am Ziel ihrer Wünsche angekommen sind. Aber was
       für Wünsche sind das? Wohin reisen wir, wenn wir reisen? Wem gilt unsere
       Aufmerksamkeit, wenn wir an die schönste freie Zeit im Jahr denken? Wer
       kann keinen Urlaub machen? Und wie ist es um das globale Verhältnis
       bestellt, fahren wir in ferne Länder, meist glaubend, unsere Anwesenheit
       nütze auch den dort Einheimischen?
       
       Die taz will diese Fragen diskutieren und zwar mit Valentin Groebner,
       Historiker an der Universität Luzern und Mittelalter-Spezialist. Er hat
       sich mit dem Thema Reisen auch geschichtlich intensiv befasst. Er sagt,
       unser Reiseziel ist immer, paradox formuliert: unsere Wünsche. Das, was im
       Grunde immer ein bisschen unerfüllt bleiben muss, um nicht innere Leere
       empfinden zu müssen. Und er hat eine Erklärung dafür, warum gerade das
       Meer, der Strand, die fernen Gestade mit Sonnenuntergängen soviel Sehnsucht
       stiften – und weshalb keine Landschaft früher so gefürchtet war wie die, an
       der Strände liegen: Das Meer als todbringendes Element.
       
       Und das Beste: Sie können diesen taz Talk, moderiert von Jan Feddersen,
       ohne Stau oder Flugscham ganz entspannt vom Strandkorb aus verfolgen. Am
       Montag, 29. Juni, ab 19 Uhr, hier im [1][Livestream]. (taz)
       
       29 Jun 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.youtube.com/live/CYLWnARkOxc
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Sunny Riedel
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA