# taz.de -- Textverbreitung im Internet: Google bevorzugt? Nein, wir verbiegen uns nicht!
> Ein kleiner Hinweis auf taz.de hat viele Leser:innen stark irritiert.
> Zu Recht – hier klären wir auf.
(IMG) Bild: Schäfchen auf taz.de treiben mit guten Mitteln
[1][Aus der taz] | Das ganze Internet ist von Google besetzt. Das ganze
Internet? Ja! Sogar die von unbeugsamen Redakteur:innen bevölkerte taz,
die tageszeitung hat augenscheinlich aufgegeben und flaggt auf ihrer
Website das Gelb-Rot-Grün-Flau von Googles Mutterkonzern Alphabet aus.
Was ist da bloß passiert? Verschiedenste Nachrichtenseiten, die taz
inklusive, [2][forderten ihre Leser:innen im Mai und Juni auf], sie als
eine „bevorzugte Quelle“ bei Google festzulegen. Die Suchmaschine hatte
ihre Nutzer:innen genötigt, festzulegen, welche Medien ihnen beim Suchen
bevorzugt angezeigt werden.
Zeit und Bild, die „Tages“- und die „Sportschau“ in der ARD, die Leipziger
Volkszeitung und der Mannheimer Morgen, alle sprangen auf. Auch die taz
machte mit und beschränkte ihren Widerstand auf ein Minimum: Auch wir
wollen bei Google „bevorzugte Quelle“ sein, bloß mit einem Zusatz: Wer
Google gerne meiden möchte, könne ja unverfänglichere Alternativen wie
DuckDuckGo, Ecosia und Startpage nutzen.
## Stirnrunzeln bis Fünf-vor-Abokündigung
Die Stimmung in Zuschriften, die uns daraufhin erreichten, reichten von
wütend gerunzelter Stirn bis Fünf-vor-Abokündigung. Und zu Recht muss eine
taz-Leserin da schlucken. Macht die taz, wie in einer Mail vermutet, damit
den Kniefall vor dem Silicon Valley?
Nein – aber das verdient eine Erklärung: Monatlich werden unsere Artikel
millionenfach von Menschen gelesen, die nicht gezielt unsere Website oder
App ansteuern.
Rund die Hälfte der Aufrufe unserer Artikel kommt [3][über einen anderen
Weg]: Webseiten, Nachrichten-Aggregatoren, Social-Media-Plattformen und
eben Suchmaschinen wie Google. Menschen, die nicht regelmäßig taz lesen –
Jüngere, Bildungsfernere, Ärmere, Nicht-Muttersprachler:innen –, erreichen
wir eher dort.
Viele von ihnen kennen die taz nicht. Um die verlorenen Schafe also auf den
rechten Pfad zu führen, liefern wir unsere Artikel auch an Suchmaschinen,
News-Aggregatoren und Social-Media-Plattformen aus.
## Deinstallieren, wegschmeißen, wechseln
Zwar verbiegen wir uns nicht für mehr Reichweite, doch legen wir die taz
damit unaufwendig in die Zeitungsauslagen des Internets. So findet man
unseren Journalismus neben all den anderen großen Medien auch bei Google
News.
Mit unserem Hinweis haben wir versucht, barrierearm – ganz im Sinne unseres
freiwilligen Bezahlmodells „taz zahl ich“ – ein paar Menschen zu
erreichen, die die taz (noch!) über Google-Dienste abrufen.
Alle anderen dürfen das gern als starke Empfehlung lesen, den
Tech-Konzernen zu entsagen: Deinstallieren Sie Google-Apps, schmeißen Sie
Ihre Apple-Geräte weg, nutzen Sie andere Suchmaschinen, wechseln Sie von
ihrem Microsoft-Betriebssystem Windows zu Linux.
Für fast jede Software gibt es eine datensichere, quelloffene („Open
Source“) Alternative. Welche genau? Das lässt sich [4][ganz einfach
„ergoogeln“]!
15 Jul 2026
## LINKS
(DIR) [1] /info
(DIR) [2] /Dem-Google-Algorithmus-endlich-reinreden/!vn6181513/
(DIR) [3] /Wie-KI-Zusammenfassungen-die-Online-Suche-veraendern---die-wichtigsten-Fragen-und-Antworten/!6174671
(DIR) [4] https://www.google.com/search?q=quelloffene+software-alternativen&client=firefox-b-e&hs=gjq&sca_esv=47fdd52eba661d26&channel=entpr&sxsrf=APpeQntb_X6Vz8ALrdbNmeDj-MYWWCaB9g%3A1782978441868&ei=iRdGarfNNIHXxc8P1cObsQ8&ved=0ahUKEwj3ta2lwLOVAxWBa_EDHdXhJvYQ4dUDCBA&uact=5&oq=quelloffene+software-alternativen&gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiIXF1ZWxsb2ZmZW5lIHNvZnR3YXJlLWFsdGVybmF0aXZlbjIKEAAYRxjWBBiwAzIKEAAYRxjWBBiwAzIKEAAYRxjWBBiwAzIKEAAYRxjWBBiwAzIKEAAYRxjWBBiwAzIKEAAYRxjWBBiwAzIKEAAYRxjWBBiwAzIKEAAYRxjWBBiwA0iQH1AAWABwAngAkAEAmAEvoAEvqgEBMbgBA8gBAJgCAqACFpgDAIgGAZAGCJIHATKgB5oFsgcAuAcAwgcFMi0xLjHIBw6ACAE&sclient=gws-wiz-serp
## AUTOREN
(DIR) Raoul Spada
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