# taz.de -- die gute nachricht: Madrid transportiert täglich Päckchen mit der U-Bahn
Neue Schuhe, Windeln, Bücher, Geschenke für die beste Freundin – immer mehr
Menschen kaufen solche Dinge nicht mehr in Geschäften vor der Tür. Das
Verkehrsaufkommen in Städten wird heute maßgeblich vom Lieferverkehr
bestimmt. Dabei gilt die sogenannte letzte Meile, also der Abschnitt der
Lieferkette, bei dem die Waren an seine*n Empfänger*in gelangen,
[1][als besonders hohe Umweltbelastung]. Auch weil die Zustellung häufig
nicht beim ersten Mal klappt.
Entlastung schaffen Packstationen und Schließfächer, wo Menschen ihre
Sendungen mithilfe von QR-Codes abholen können. In Madrid gibt es seit
Mitte April 57 solcher Schließfächer unter der Erde. Täglich werden rund
1.000 Pakete frühmorgens vor der Rushhour mit der U-Bahn an 19 Stationen
der Linie 3 geliefert. 2024 wurde das Projekt „Metropaq“ bereits
erfolgreich auf der Linie 12 getestet. Laut Jorge Rodrigo, dem
Verkehrsminister von Madrid, [2][entfallen durch die Zustellung per Metro]
täglich 50.000 Kilometer an herkömmlichen Zustellfahrten. Katharina Federl
11 Jul 2026
## LINKS
(DIR) [1] https://www.bvl.de/blog/letzte-meile-emissionsarme-zustelllieferungen/
(DIR) [2] https://www.metromadrid.es/es/nota-de-prensa/2026-04-13/la-comunidad-de-madrid-estrena-las-taquillas-inteligentes-del-proyecto-metropaq-para-facilitar-la-recogida-de-paquetes-a-los-usuarios-del-suburbano?page=2
## AUTOREN
(DIR) Katharina Federl
## ARTIKEL ZUM THEMA