# taz.de -- taz🐾lage: Grüne Bühne in der taz
„Meine Tochter kann ihre Kindheit heute nicht so leben wie ich damals“,
stellt Wafa Arouri am Mittwochabend beim taz Talk zum Thema
Klimajournalismus im arabischen Raum fest. Die Tochter der
palästinensischen Journalistin wächst im Westjordanland ohne Grünflächen
für Kinder auf. Die Klimakrise verändert, wie Kinder aufwachsen – und das
wirkt sich maßgeblich auf die „mentale und körperliche“ Gesundheit aus.
Arouri war Stipendiatin bei Arab Reporters for Investigative Journalists
(ARIJ), Gründerin eines Onlinemagazins zu Klimathemen und gemeinsam mit der
libanesischen Journalistin Rouba Abo Ammo und der sudanesischen
TV-Journalistin Reham Abbas sind sie die Stimmen des Abends im Berliner
taz-Redaktionshaus.
In der Mena-Region, einer der am stärksten von der Klimakrise betroffenen
Regionen der Welt, lassen sich bewaffnete Konflikte und ökologischer
Kollaps kaum noch trennen. Das werde durch zerstörte Bewässerungssysteme
und Kämpfe um Wasser und fruchtbaren Boden deutlich, sagt Arouri.
Obwohl Frauen von der Klimakrise besonders betroffen sind und weltweit den
Klimajournalismus maßgeblich mitprägen, sind sie in der medialen
Sichtbarkeit massiv unterrepräsentiert. „Auf den Bildschirmen sehen wir
immer nur Männer“, moniert Arouri. Genau hier setzte das Projekt [1][„Green
Panter“ der taz panterstiftung] an. 25 Journalistinnen aus 16
arabischsprachigen Ländern wurden über zwei Jahre dabei begleitet, ihre
Klimaberichterstattung zu verbessern. Der Talk macht erneut deutlich: Es
geht darum, wessen Stimmen gehört werden. Moritz Martin
19 Jun 2026
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(DIR) Moritz Martin
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