# taz.de -- was für eine woche: „Lügen und Angeben auf Kosten der Erdbebenopfer in Venezuela“
       
       Bernd Pickert 
       
       Über eine Woche nach dem verheerenden Doppelerdbeben in Venezuela ist das
       Ausmaß der Zerstörung und des Todes noch immer nicht wirklich abzusehen.
       Was aber deutlich wird: Der venezolanische Staat hat jetzt zwar eine
       siebentägige Staatstrauer ausgerufen, ist aber mit Rettungs- und kommenden
       Wiederaufbauarbeiten vollkommen überfordert. Dabei müsste man sich doch nur
       daran erinnern, wie sich Donald Trump Anfang Januar zumindest kurzzeitig in
       sozialen Medien zum Staatschef Venezuelas ausrief und erklärte, die USA
       würden nunmehr das Land führen. Na, dann los. Bislang rühmt sich Washington
       zwar schon damit, mit 4 Rettungsteams und 2.000 Soldaten „die größte
       Unterstützungsaktion der US-Geschichte“ im Ausland gestartet zu haben. Gar
       nicht so einfach, nachdem die eigene, bei USAID gesammelte Infrastruktur
       abgeschafft wurde. Und stimmt auch nicht – Obama schickte 2010 deutlich
       mehr Hilfe nach Haiti. Den Schutzstatus für Haitianer*innen in den USA,
       der seitdem galt, hat Trump gerade abgeschafft. Selbst in den Trümmern der
       Erdbebenregion von La Guaira erweist sich der US-Präsident noch als
       lügnerischer Angeber. Das braucht niemand.
       
       4 Jul 2026
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Bernd Pickert
       
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