# taz.de -- +++ Nachrichten im Nahost-Krieg +++: Erste iranische Schiffe fahren wieder
> Trump kündigt ein Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen an. Kurz
> darauf durchfahren laut Teheran die ersten Schiffe das Blockadegebiet –
> ohne Zwischenfälle.
(IMG) Bild: Schiffe in der Straße von Hormus, gesehen von Musandam (Oman) aus, 16. Juni 2026
## Trump verortet Katar geografisch erneut falsch
US-Präsident Donald Trump hat den Staat Katar am Persischen Golf erneut
fälschlicherweise als ein Nachbarland des Irans mit gemeinsamer Grenze
bezeichnet. „Sie können direkt über die Grenze gehen, also sind Sie in
einer viel gefährlicheren Position“, sagte Trump zu Katars Emir Tamim bin
Hamad Al Thani am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian. Von Katar
aus könnte er in den Iran „buchstäblich laufen“, sagte Trump. Von „jedem
anderen Ort“ müsse man in den Iran fliegen, nur von Katar aus sei der
Fußweg möglich. Katar ist eine Halbinsel am Persischen Golf, die nur an
Saudi-Arabien grenzt. Der Rest des kleinen Landes ist von Wasser umgeben.
Die Luftlinie zum Iran beträgt an der schmalsten Stelle, getrennt vom
Persischen Golf, etwa 200 Kilometer. Der Iran grenzt unter anderem an den
Irak, die Türkei, Afghanistan und Pakistan.
Trump hatte sich ähnlich schon im vergangenen Oktober geäußert. Man könnte
vom Iran „in einer Sekunde“ nach Katar laufen, sagte er seinerzeit. Katar
sei deshalb ein „hartes Gebiet“ – ganz anders als andere Golfstaaten, von
denen aus man eine Stunde oder länger in den Iran fliegen müsse. Trump
hatte schon vor und während seiner ersten Amtszeit als US-Präsident mit
Fehlern und Ausrutschern zur Geografie für Gesprächsstoff gesorgt. Belgien
bezeichnete er einmal als Stadt, Albanien verwechselte er mit Armenien und
das afrikanische Namibia nannte er „Nambia“. (dpa)
## Trump: Israel muss mehr Verantwortung zeigen beim Libanon
Israel muss beim Krieg gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon nach Worten von
US-Präsident Donald Trump verantwortungsvoller handeln. Israels
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu „muss mehr Verantwortung zeigen mit
Blick auf den Libanon“, sagte Trump heute bei einem Treffen mit Katars Emir
Tamim bin Hamad Al Thani am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian.
„Ich bin nicht glücklich damit, wie Israel sich mit dem Libanon und der
Hisbollah verhalten hat“, sagte Trump. Israel kämpfe schon „zu lang“ gegen
die Hisbollah und „zu viele Menschen werden getötet“, sagte Trump zu dem
Krieg, bei dem im Libanon etwa 3.800 Menschen getötet und etwa 11.700
weitere verletzt wurden. „Man muss nicht jedes Mal ein Wohnhaus zum
Einsturz bringen, wenn man nach jemandem sucht. Denn in diesen Wohnhäusern
sind viele Menschen, und die sind nicht alle Hisbollah“, sagte Trump mit
Blick auf Israels Angriffe. Zugleich bezeichnete Trump den Konflikt im
Libanon als einen „kleinen Krieg“ im Vergleich zum „großen“ Krieg mit dem
Iran. „Aber wir haben diese kleine Nervensäge da draußen, die ständig ihre
Fratze zeigt, und es ist die Hisbollah“, sagte Trump. (dpa)
## Wieder zwei Hinrichtungen nach Protesten im Iran
Im Iran sind am Morgen wieder zwei Männer im Zusammenhang mit den Protesten
im Januar hingerichtet worden. Ihnen wurde zur Last gelegt, an bewaffneten
Aufständen in der Stadt Schahrud im Nordosten des Landes beteiligt gewesen
zu sein, berichtete das mit der Justiz verbundene Portal „Misan“. Die
Demonstrationen waren Ende Dezember angesichts der Wirtschaftskrise im Land
ausgebrochen und entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die
autoritäre Führung. Der Staat ließ sie gewaltsam niederschlagen. Tausende
Demonstranten wurden dabei getötet. (dpa)
## Iran: Verhandlungen über Friedensabkommen mit den USA beginnen
vermutlich Freitag
Die Verhandlungen über ein umfassendes Friedensabkommen zwischen den USA
und dem Iran sollen nach Angaben aus Teheran voraussichtlich am Freitag
beginnen. „Wahrscheinlich am Freitag, an einem noch zu bestimmenden Ort,
wird eine neue Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den Vereinigten
Staaten beginnen, um eine endgültige Vereinbarung zu erreichen“, sagte der
iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Dienstag bei einer
Pressekonferenz in Teheran. (afp)
## Trump: Iran-Abkommen geht in zweite Phase
Das Abkommen mit dem Iran geht nach den Worten von US-Präsident Donald
Trump in eine zweite Phase. Die USA würden jedoch kein Geld im Iran
investieren, sagt Trump am Rande des G7-Gipfels in Frankreich vor
Journalisten. „Wir haben unsere Vereinbarung mit dem Iran getroffen, und
sie sollte erfolgreich sein“, erklärt er. Die zweite Phase werde seiner
Ansicht nach einfacher werden. Zugleich betont der US-Präsident, der Iran
werde niemals über eine Atombombe verfügen. (rtr)
## „Ohne mich gäbe es kein Israel“
Das Verhältnis mit Netanjahu bezeichnete Trump als „unglaublich“ und „sehr
effektiv“. Israel wäre ohne ihn schon vor langer Zeit „in die Luft gejagt“
worden, sagte Trump mit Blick auf den langen Konflikt Israels mit dem
Erzfeind Iran. „Ohne die Vereinigten Staaten gäbe es kein Israel. Ohne mich
gäbe es kein Israel“, sagte Trump.
Trump brachte erneut eine mögliche Beteiligung Syriens am Krieg im
Nachbarland Libanon ins Spiel – eine Idee, von der Syriens
Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa sich bereits distanziert hat. „Wenn
Israel die Sache nicht erledigen kann, ohne alle anderen zu töten“, werde
al-Scharaa es tun, sagte Trump.
## Teheran: Mehrere iranische Schiffe passieren US-Blockade
Nach der [1][Einigung zwischen den USA und Iran] haben die ersten
iranischen Schiffe nach Angaben staatlicher Medien das von der
US-Seeblockade betroffene Gebiet im Golf von Oman durchquert. Mindestens
drei Öltanker und zwei Frachtschiffe hätten die Zone am Montagabend ohne
Zwischenfälle passiert, berichtete unter anderem der iranische Sender Press
TV unter Berufung auf gut informierte Kreise. Nach wochenlangen
Verhandlungen hatten sich die USA und Iran in der Nacht auf Montag auf ein
Rahmenabkommen hin zu einem Kriegsende verständigt, das am Freitag in der
Schweiz unterzeichnet werden soll. Eine wesentliche Streitfrage war bis
zuletzt die Öffnung der Straße von Hormus.
Hier soll Iran eingelenkt und eine Öffnung der Meerenge nach der
Unterzeichnung versprochen haben. Im Gegenzug dafür ordnete Trump nach
eigenen Angaben an, die US-Seeblockade iranischer Häfen umgehend
aufzuheben. Damit wurde eine der Hauptforderungen der Iraner erfüllt. Auch
der Dienst TankerTrackers, der Schiffsbewegungen beobachtet, berichtete auf
der Plattform X, ein mit zwei Millionen Barrel iranischem Rohöl beladener
Supertanker habe die Blockadelinie der US-Marine durchbrochen. Weitere
Tanker befänden sich nahe der Linie oder nicht mehr in iranischen Häfen.
(dpa)
## Ischinger warnt nach Iran-Deal vor Schadenfreude gegen Trump
Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat
nach dem Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran vor Schadenfreude
gegenüber US-Präsident Donald Trump gewarnt. Auch wenn die USA mit dem
Krieg „eigentlich erstrebenswerte Ziele“ nicht erreicht hätten, sei „jede
Schadenfreude abwegig und falsch“ sagte Ischinger im RBB-Inforadio.
„Dem Iran die Möglichkeit zu nehmen, eine militärische Nuklearfähigkeit
aufzubauen, dieses Ziel teilen wir natürlich mit den USA“, sagte Ischinger.
„Also bitte nicht ein Tag der Schadenfreude, sondern ein Tag möglicher
Sorge, dass die USA mit diesem Krieg leider anscheinend weniger erreicht
haben als wünschenswert gewesen wäre“, so Ischinger weiter. Er sei
skeptisch, ob das vereinbarte Rahmenabkommen Stabilität und Frieden für die
Region sowie eine Einhegung Irans bringen werde. (dpa)
## Ölpreise nach starkem Rückgang nur wenig bewegt
Die Ölpreise haben sich am Dienstag im frühen Handel wenig bewegt. Die
Notierung für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der
Nordsee zur Lieferung im August wurde am Morgen bei 82,76 Dollar gehandelt
und damit knapp ein halbes Prozent schwächer als am Vortag. Seit dem
starken Rückgang am Wochenende und Montagfrüh im Zuge der Einigung zwischen
den USA und Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges bewegen
sich die Notierungen um die 83 Dollar.
Fehlende Details sorgen weiterhin für Zurückhaltung am Markt. Mitarbeiter
bei zuständigen Energiebehörden am Persischen Golf berichteten nach Angaben
der Nachrichtenagentur Bloomberg von einer Flut von Anfragen, ob Rohöl
wieder durch die Straße von Hormus transportiert werden könne. Reedereien
und Händler verwiesen darauf, dass sie mehr Klarheit bräuchten, bevor sie
Schiffe auf diese Route schicken. „Der früheste Zeitpunkt, zu dem das
Ölangebot wieder das Vorkriegsniveau erreichen kann, ist Ende Juli“, sagte
Analyst Pavel Molchanov von Raymond James. Zunächst müssten alle
logistischen Hindernisse gelöst werden, bevor sich das Angebot
normalisieren könne. (dpa)
## Trump kündigt offene und mautfreie Straße von Hormus an
Nach der Einigung zwischen den USA und Iran auf ein Rahmenabkommen für ein
Kriegsende hat US-Präsident Donald Trump eine offene und mautfreie Straße
von Hormus in Aussicht gestellt. „Sie wird offen sein und gebührenfrei“,
sagte Trump am Montag kurz vor Beginn des G7-Gipfels im französischen
Évian. Das iranische Außenministerium erklärte dagegen, es sollten Gebühren
für maritime Dienstleistungen erhoben werden. US-Vizepräsident J.D. Vance
kündigte die Entsendung internationaler Atom-Inspekteure nach Iran an.
Trump zufolge begannen am Montag Schiffe, „viele voll beladen mit Öl, aus
der Straße von Hormus zu fahren“. Vance sagte im Interview mit dem
US-Sender CNBC, die Straße von Hormus werde „langfristig gebührenfrei“
wieder geöffnet werden. (afp)
## Wadephul fordert klare Voraussetzungen für Bundeswehr-Einsatz in Straße
von Hormus
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat klare Voraussetzungen für
eine deutsche Beteiligung an einer Militärmission zur Absicherung des
Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus gefordert. „Wir müssen jetzt erst
einmal wissen: Ist wirklich klar, es gibt keine Kampfhandlungen?“, sagte
Wadephul am Montagabend im ZDF-„heute journal“. „Zum jetzigen Zeitpunkt
fehlen mir noch die Voraussetzungen“, fügte er hinzu. Wadephul betonte
zugleich, „natürlich muss die Meerenge frei werden“.
Deutschland habe „prinzipiell“ seine Bereitschaft erklärt, sich an der
Minenräumung zu beteiligen. Derzeit seien jedoch noch zu viele Fragen
offen. „So weit sind wir noch nicht“, sagte der Bundesaußenminister mit
Blick auf ein Bundeswehr-Mandat. Frankreich und Großbritannien hatten sich
im April zu einer militärischen Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße
von Hormus bereiterklärt. Zahlreiche weitere Länder hatten den Briten und
Franzosen dabei ihre Unterstützung zugesichert, darunter auch Deutschland.
(afp)
## Vance: Trump veröffentlicht Abkommen mit Iran womöglich vor Freitag
US-Präsident Donald Trump veröffentlicht das Abkommen mit Iran nach Angaben
seines Vizepräsidenten J.D. Vance womöglich noch vor Freitag. Dies sagte
Vance dem Sender Fox News. Die Vereinbarung sei bereits elektronisch
unterzeichnet worden. Die persönliche Vertragsunterzeichnung werde für
Freitag erwartet. (rtr)
## Vance: Iran wird Atominspektoren wieder ins Land lassen
Iran wird als Teil des Rahmenabkommens mit den USA nach Darstellung von
US-Vizepräsident J.D. Vance wieder Atominspektoren ins Land lassen. „Ja,
absolut“, sagte Vance dem US-Fernsehsender NBC News. Einer der Kernpunkte
der Vereinbarung sei, dass die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) und
die USA Iran bei der Vernichtung seines hochangereicherten Urans
unterstützen werden. Das sei in der Absichtserklärung „sehr klar
festgelegt.“
In einem weiteren Interview mit dem US-Sender CNN sagte der
US-Vizepräsident, das „Coolste an den Fortschritten der vergangenen Wochen“
sei, dass es innerhalb der politischen und militärischen Führung Irans
Anzeichen für einen Sinneswandel gebe. Sogar bei Vertretern der mächtigen
Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht Irans, höre man Stimmen, die
sagten, „wir erkennen, dass die Art, wie wir seit 47 Jahren mit den USA
umgegangen sind, ein Fehler war. Lasst uns etwas anderes versuchen.“ (dpa)
## Hamas hofft auf „positive Auswirkungen“ im Gazastreifen
Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hat die Einigung
zwischen den USA und Iran auf ein Rahmenabkommen für eine Friedenslösung
begrüßt. Die Hamas gratulierte ihrem iranischen Verbündeten in einer
Erklärung am Montag zu dessen „Standhaftigkeit“ angesichts von „Druck und
Herausforderungen“. Die Palästinenserorganisation äußerte zudem die
Hoffnung, dass das Abkommen „positive Auswirkungen“ auf „das sofortige Ende
der Aggression“ Israels im Gazastreifen, im Libanon und „an allen anderen
Fronten“ haben werde.
In der Nacht zum Montag hatten die USA und Iran die Einigung auf ein
Rahmenabkommen bekanntgegeben. Es sieht unter anderem eine sofortige
Waffenruhe in der gesamten Region einschließlich des Libanon vor.
Unterzeichnet werden soll das Papier am Freitag. Nach der Bekanntgabe der
Einigung erklärte die israelische Regierung, die israelischen Streitkräfte
würden „so lange wie nötig“ im Gazastreifen, im Libanon und in Syrien
bleiben.
Die Hamas hatte mit einem Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 den
Gazakrieg ausgelöst. Die israelische Armee startete als Reaktion darauf
massive Attacken auf den Gazastreifen, bei denen laut der von der Hamas
kontrollierten Behörden mehr als 70.000 Palästinenser getötet wurden. Seit
Oktober 2025 gilt ein Waffenstillstandsabkommen im Rahmen des
US-Friedensplans. Beide Seiten werfen sich Verstöße gegen die Vereinbarung
vor. (afp)
## Libanons Präsident begrüßt USA-Iran-Abkommen in Telefonat mit Irans
Außenminister
Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat in einem Telefonat mit dem
iranischen Außenminister Abbas Araghtschi die Einigung zwischen den USA und
Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges in der Golfregion
begrüßt. Aoun habe die Hoffnung geäußert, dass das Abkommen „ein positiver
Schritt zur Entspannung der Lage und zur Erschließung diplomatischer
Lösungen“ sei, erklärte das Büro des libanesischen Präsidenten am Montag.
Araghtschi seinerseits habe „die Bedeutung der Achtung der Souveränität des
Libanon“ hervorgehoben, hieß es in der Erklärung weiter.
Der Inhalt des US-iranischen Rahmenabkommens wurde nicht veröffentlicht.
Aus offiziellen Kreisen im Libanon erfuhr die Nachrichtenagentur AFP, dass
das Land weder über die Bedingungen des Abkommens noch über den Zeitpunkt
des Inkrafttretens einer Waffenruhe im Krieg zwischen der Hisbollah und
Israel informiert worden sei. Nach den Angaben Irans und des Vermittlers
Pakistan sieht das Abkommen jedoch das Ende des Krieges an allen Fronten
vor, auch im Libanon.
Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete, Araghtschi
habe auch mit dem libanesischen Parlamentspräsidenten Nabih Berri
gesprochen. Berri ist ein Verbündeter der pro-iranischen Hisbollah-Miliz
und vermittelt zwischen der Hisbollah und Washington. Irans Außenminister
habe in den Telefonaten die Gesprächspartner über die Einzelheiten des
Abkommens mit den USA „insbesondere über die Klausel, die den Libanon
betrifft“, informiert, berichtete Irna. In einer Mitteilung des
libanesischen Parlamentspräsidiums hieß es, Araghtschi habe erklärt, dass
diese Klausel „sofort und während der gesamten vorgesehenen 60-tägigen
Verhandlungsphase“ eingehalten werden müsse. „Die Gewährleistung der
Einhaltung dieser Klausel obliegt den Vereinigten Staaten und den
Garantiemächten des Abkommens“, betonte der iranische Außenminister
gegenüber Berri laut der Mitteilung.
Die Hisbollah-Miliz teilte unterdessen mit, sie habe trotz des verkündeten
Abkommens zwischen Iran und den USA am Montag israelische Soldaten
zurückgeschlagen, die versucht hätten, im Süden des Libanon vorzustoßen.
(afp)
## Hisbollah greift israelische Soldaten im Südlibanon an
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben zahlreiche von der
Hisbollah-Miliz abgefeuerte Raketen im Südlibanon abgefangen. Berichte
über Verletzte gibt es den Angaben zufolge nicht. Die Hisbollah habe zudem
eine Panzerabwehrrakete und mehrere Mörsergranaten auf israelische
Soldaten in der Region abgefeuert. Die Hisbollah erklärt ihrerseits, sie
nehme israelische Truppen in der Region mit Raketensalven und Artillerie
unter Beschuss. Die Kämpfe dauern an. (rtr)
## Irankrieg: US-Ölreserve auf 40-Jahres-Tief
Im Irankrieg ist die strategische Ölreserve der USA auf den niedrigsten
Stand in mehr als 40 Jahren gefallen. Stand Juni bevorrateten die
Vereinigten Staaten noch 340,3 Millionen Barrel Öl, wie das
Energieministerium in Washington mitteilte – so wenig wie seit Juli 1983
nicht mehr. Ein Barrel entspricht rund 159 Litern. Vor dem Hintergrund des
Ölpreisschocks im Irankrieg hatten die USA, Deutschland und die anderen
Mitgliedsländer der Internationalen Energie-Agentur (IEA) im März die
bislang größte Freigabe ihrer Notfallreserven beschlossen. US-Präsident
Donald Trump spielte das Ausmaß jedoch herunter. Der US-Ölvorrat werde „ein
bisschen reduziert, und dadurch sinken die Preise“, sagte er. Trump steht
durch den massiven Anstieg der Treibstoffpreise im Irankrieg innenpolitisch
seit Monaten unter Druck. Vor den wichtigen Kongress-Zwischenwahlen im
November sind seine Zustimmungswerte deutlich gesunken.
Die USA hatten ihre eiserne Reserve nach der Ölkrise der 1970er Jahre
eingerichtet. Sie ist für 714 Millionen Barrel ausgelegt. Kurz nach Beginn
der US-israelischen Luftangriffe auf Iran Ende Februar bevorrateten die
Vereinigten Staaten jedoch nur rund 415 Millionen Barrel Öl. Trump hatte
seinem Amtsvorgänger Joe Biden von den Demokraten immer wieder vorgeworfen,
die Reserve aus politischen Gründen angezapft und die USA damit im Fall
eines Krieges geschwächt zu haben. Nach der russischen Großinvasion in der
Ukraine im Februar 2022 nutzte Biden rund 40 Prozent der Reserve, um die
Spritpreise in den USA zu senken. Trump stellte im Wahlkampf gegen Biden in
Aussicht, die Reserve „unverzüglich“ wieder zu füllen. Dies geschah seit
seinem Amtsantritt im Januar 2025 allerdings nur teilweise. (afp)
## Netanjahu: Israel vor Gefahr atomarer Auslöschung gerettet
Die Kriege gegen Iran haben nach Darstellung des israelischen
Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu eine unmittelbar drohende Bewaffnung
Teherans mit Nuklearwaffen verhindert. „Wir haben den Staat Israel vor der
Bedrohung einer atomaren Auslöschung gerettet“, sagte Netanjahu. Iran sei
vor dem Krieg im Juni vergangenen Jahres in Richtung einer atomaren
Aufrüstung „galoppiert“. Ohne die massiven Angriffe gemeinsam mit den USA
„hätte Iran schon Atombomben“, sagte der israelische Regierungschef.
Millionen von Israelis hätten sich in einem solchen Fall in tödlicher
Gefahr befunden. Diese Bedrohung sei „um Jahre“ aufgeschoben worden.
Teheran hat immer wieder betont, keine Atomwaffen anzustreben, sein
Nuklearprogramm diene nur zivilen Zwecken.
Netanjahu bekräftigte, er werde eine nukleare Aufrüstung Teherans niemals
dulden. „Mit Abkommen oder ohne Abkommen – Iran wird keine Atomwaffen
haben“, sagte er. „Solange ich Israels Ministerpräsident bin, wird dies
nicht geschehen.“ Der Kampf gegen Iran und seine Verbündeten in der Region
sei nicht abgeschlossen, erklärte er. Israels Armee werde in
„Sicherheitszonen“ im Gazastreifen, im Südlibanon und in Syrien bleiben,
„solange wie nötig“. Zu Berichten über Streit mit US-Präsident Donald Trump
sagte Netanjahu, dass beide nicht immer einer Meinung seien. „Ich bin für
Israels sicherheitspolitische Interessen verantwortlich“, sagte er. In
Israel wurde [2][die Einigung vor allem von der Opposition als Misserfolg
und Kapitulation gegenüber Iran kritisiert]. (dpa)
## Netanjahu: Israel bleibt vorerst in Sicherheitszone im Libanon
Israel behält sich nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
jede Freiheit zur Abwehr von Gefahren vor und [3][lässt seine Truppen
vorerst in der „Sicherheitszone“ im Libanon]. Das Land werde so lange wie
nötig in diesen Gebieten bleiben, sagt Netanjahu. Israel sei vor der
Vernichtung gerettet worden, doch der Kampf sei noch nicht vorbei. Man
werde weiterhin Bedrohungen in der Region abwehren. (rtr)
## UN: Weniger Beschuss im Libanon seit Iran-Einigung
Nach der Einigung zwischen den USA und Iran auf ein Rahmenabkommen hat die
Gewalt im Libanon UN-Angaben zufolge zunächst nachgelassen. „Von
Mitternacht bis 16.00 Uhr Ortszeit beobachtete die UN-Mission Unifil nach
eigenen Angaben einen Rückgang der Gewalt und des Schusswechsels“, sagte
der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres in New York. In dem
Zeitraum wurden demnach 133 Geschosse und zwei Luftangriffe verzeichnet,
die den israelischen Streitkräften zugeschrieben werden. Geschosse der
Hisbollah oder anderer nicht staatlicher Akteure seien nicht registriert
worden, sagte Sprecher Stéphane Dujarric.
Gleichzeitig hätten die UN-Friedenstruppen 25 Verletzungen des
libanesischen Luftraums durch die israelische Armee (IDF) verzeichnet. Vor
der Bekanntgabe der Vereinbarung zwischen den USA und Iran hätten die
Unifil-Truppen 135 Verletzungen des libanesischen Luftraums durch die IDF
registriert. Berichten zufolge ist bei einem Drohnenangriff Israels im
Süden des Libanons eine Person getötet worden. Der libanesischen
Nachrichtenagentur NNA zufolge wurde ein Auto in der Nähe der Ortschaft
Kfar Tebnit angegriffen. Das israelische Nachrichtenportal „ynet“
berichtete unter Berufung auf Sicherheitsquellen, ein Fahrzeug sei von
einer Drohne attackiert worden, um „eine Bedrohung zu eliminieren“. Israels
Armee teilte auf Anfrage mit, man prüfe die Angaben. Nach Darstellung der
mit Iran verbündeten Schiitenmiliz Hisbollah soll die Einigung zwischen
Teheran und Washington auch für den Libanon gelten. Doch israelische
Minister widersprachen dieser Darstellung. (dpa)
## Trump: J.D. Vance kommt zur Unterzeichnung von Rahmenabkommen
US-Präsident Donald Trump schickt seinen Vize J.D. Vance zur Unterzeichnung
des Iran-Rahmenabkommens in die Schweiz. Vance werde kommen, sagte der
Republikaner auf dem G7-Gipfel am Genfersee bei einem Gespräch mit
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf eine Journalistenfrage. (dpa)
## Trump lässt Teilnahme an Unterzeichnung von Iran-Vereinbarung offen
US-Präsident Donald Trump ist noch nicht sicher, ob er an der
Unterzeichnung einer vorläufigen Vereinbarung mit Iran teilnehmen wird.
„Nun, das kommt darauf an“, sagte Trump bei einem gemeinsamen Auftritt mit
dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Évian-les-Bains.
„Vielleicht bin ich dabei. Vielleicht auch nicht.“ Die Unterzeichnung soll
am Freitag im nur wenige Kilometer entfernten Genf stattfinden. (ap)
## US-Vertreter: Trump und Vance haben Abkommen mit Iran elektronisch
unterzeichnet
Nach US-Angaben haben die Vereinigten Staaten und Iran ihr Rahmenabkommen
für eine Friedenslösung bereits elektronisch unterzeichnet. US-Präsident
Donald Trump, Vizepräsident J.D. Vance und der iranische Chefunterhändler
Mohammad Bagher Ghalibaf hätten die Vereinbarung digital signiert, teilte
ein hochrangiger US-Vertreter am Montag in Washington mit. Eine Bestätigung
aus Teheran gab es dafür vorerst nicht. In den USA sind digitale
Unterschriften unter Verträge in der Regel ebenso rechtsverbindlich wie
handschriftliche Signaturen. Die USA, der Vermittler Pakistan und Iran
hatten die Einigung auf die Rahmenvereinbarung am Sonntag verkündet. Nach
pakistanischen Angaben soll am Freitag in Genf eine
Unterzeichnungszeremonie mit Vertretern der Konfliktparteien stattfinden.
(afp)
16 Jun 2026
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Trump, der den Krieg angezettelt hat, interessiert der genaue Inhalt des
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