# taz.de -- tazđŸlage: Wir lassen uns gerne korrigieren
Als Redakteur*in ist man im Allgemeinen der Rechtschreibung, Grammatik
und Àhnlichen Regelwerks der deutschen Sprache mÀchtig. Und ist man sich
mal nicht ganz sicher und fĂŒrs Nachschauen bleibt keine Zeit, dann haben
wir in der taz das Sicherheitsnetz unserer Korrektur.
Die Kolleg:innen dort, in der Regel ebenfalls unter krassem Zeitdruck,
kĂŒmmern sich nicht nur darum, dass ErdoÄan das richtige Sonderzeichen
bekommt oder dass vor indirekten FragesĂ€tzen ein Komma steht â sie nehmen
sich in unregelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden auch der kollektiven Weiterbildung an.
Dann schreiben sie Mails mit besonderem Zuschnitt, um etwa gegen die
weitverbreitete Ansteckungsgefahr der Bindestrichitis aufzuklÀren. Oder sie
machen vor einer Landtagswahl nochmal darauf aufmerksam, dass Prozentpunkte
etwas anderes sind als Prozent. Der leicht spöttisch-genervte Tonfall ist
dabei wichtig, damit sich auch ja alle Redakteur:innen angesprochen
fĂŒhlen.
Zuletzt hieĂ es in einer Mail: âWieder einmal zur Erinnerung: Nur weil
etwas nicht aus Deutschland kommt, benötigt es noch lange keinen
Schnickschnackâ. AuslĂ€ndische Parteien brĂ€uchten keine AnfĂŒhrungszeichen,
macht der Guardian ja bei der CDU auch nicht. Ob die Fortbildungsmails
helfen und die Arbeit der Korrektur erleichtern, ist von auĂen nicht zu
sehen. Am Ende stimmt jedenfalls alles. (sny)
2 Jun 2026
## AUTOREN
(DIR) Sunny Riedel
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