# taz.de -- was für eine woche: „Pech, wenn man mit einem Hund Bahn fahren will, der größer ist als eine Katze“
       
       Silke Mertins 
       
       Die Deutsche Bahn tut bekanntlich alles dafür, den Umstieg vom Auto auf die
       Schiene möglichst schwierig zu gestalten. Jüngstes Beispiel: [1][Für die
       Sommersaison bietet sie ein Familienticket für 99,99 Euro hin und zurück
       an.] Allerdings müssen alle Familienmitglieder Zweibeiner sein. Hunde
       dürfen auf diesem Fahrschein nicht mitfahren.
       
       In 20 Prozent aller Haushalte in Deutschland lebt ein Hund, und dennoch
       werden diese Familien von der Möglichkeit, kostengünstig mit der Bahn in
       den Urlaub zu fahren, ausgeschlossen. Kleine Hunde dürfen ohne Ticket in
       einer geschlossenen Tasche oder Box mitreisen. [2][Pech hingegen, wenn es
       sich um einen Hund handelt, der größer als eine Katze ist. Für den muss der
       halbe Preis eines normalen Tickets bezahlt werden.] Ein Hundefahrschein
       kostet also auf einer durchschnittlichen Urlaubsreise so viel wie das
       gesamte Familienticket. Beim Deutschlandticket ist es ähnlich absurd. Wehe,
       wenn man keins hat! [3][Eine Kollegin berichtete jüngst auf X, dass sie für
       ihren Mops im Fußraum 193 Euro nachlösen musste]. Herzlichen Glückwunsch,
       Deutsche Bahn, so gewinnt man Sympathien und Verständnis dafür, dass 35,6
       Prozent aller Fernzüge zu spät kommen. Zugausfälle nicht mitgerechnet.
       
       16 May 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /!6178565&SuchRahmen=Print
 (DIR) [2] https://www.spiegel.de/reise/deutschland/hunde-in-der-bahn-vier-pfoten-und-ein-tarifdschungel-a-dadf11fb-c0c5-4d58-9ebb-0936e8a895ff
 (DIR) [3] https://x.com/rosidaggi/status/2052462847616037247?s=20
       
       ## AUTOREN
       
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