# taz.de -- was für eine woche: „Das amerikanische Volk hat ja wohl das Recht zu erfahren, ob sie uns besucht haben“
       
       Enno Schöningh 
       
       In irgendeinem Podcast mit drei Stunden Laufzeit weiß es seit Jahren jemand
       ganz genau: Sie waren da. Nun, jetzt endlich darf es offiziell werden. Denn
       das amerikanische Volk hat ja wohl das Recht zu erfahren, ob sie uns
       besucht haben – und was um Himmels willen ihr bevorzugtes
       Fortbewegungsmittel ist!
       
       Mit dem ÖPNV werden sie kaum unterwegs sein, und auch das Auto fällt aus.
       Nein, es muss die fliegende Untertasse sein. Praktisch also, dass
       US-Verteidigungsminister Pete Hegseth vergangenen Freitag auf die Idee kam,
       die sogenannten Ufo-Akten zu veröffentlichen – weil es an der Zeit sei,
       „dass das amerikanische Volk sich selbst davon überzeugt“.
       
       Bei den Bildern handelt es sich größtenteils um Fotos, die vom US-Militär
       aufgenommen wurden und auf denen kleine Punkte oder undeutliche Umrisse am
       Himmel zu sehen sind.
       
       Interessant, gerade jetzt, wo in den USA sonst nichts passiert: ein
       scheiternder Irankrieg etwa oder die Akten des Sexualstraftäters Jeffrey
       Epstein. Gut jedoch, dass man aus der Causa Epstein gelernt hat und diesmal
       mit weniger Schwärzungen arbeitet. Oder – Moment mal! – lenkt da gerade
       jemand erfolgreich den Blick weg?
       
       16 May 2026
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Enno Schöningh
       
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