# taz.de -- tazđŸlage: Wir wollen labern!
In der Woche vor dem taz lab sind wir, nun ja, angemessen gelaunt. Etwas
nervös, das Lampenfieber wÀchst: Wie auch sonst?
Und da erreichte uns die Frage eines Freundes, der seit 2009 regelmĂ€Ăig das
taz lab besucht: Was meint eigentlich dieses âlabâ? Hat es etwas mit
âLaborâ oder âLaboratoriumâ zu tun? Oder, wie ein Kollege spöttisch meinte,
mit âlabernâ? Doch tatsĂ€chlich: Labern â dieses scheinbar ziellose Reden,
Plaudern, Diskutieren â ist der Kern dessen, was das taz lab ausmacht.
Menschen kommen zusammen, wissend, dass sie sich nicht auf völlig fremdem
Terrain bewegen. Sie dĂŒrfen labern.
Labern ist, ganz im Sinne Habermasâ, die Grundlage jeder herrschaftsarmen
Kommunikation. Es ist die wohl am meisten missverstandene Form des
Austauschs. Das taz lab versteht sich als Forum fĂŒr genau diese Art von
GesprĂ€ch: eine Agora, eine Manege, verteilt auf acht BĂŒhnen, auf denen
Menschen ĂŒber Themen reden, von denen das Publikum irgendwie Ahnung hat
oder diese erwerben will.
Aber: taz lab heiĂt auch, sich nicht davor zu scheuen, mit anderen ins
Labern zu kommen, mit Unbekannten, mit Halbfremden, mit gÀnzlich
Unvertrauten. Small Talk: auch eine völlig unterschÀtzte, immer auf Respekt
und Inklusion setzende Kommunikationsform. Wer glaubt, das taz lab sei ein
dröges Treffen zur KlĂ€rung aller Weltfragen, irrt. Es geht ums GesprĂ€ch â
am liebsten und fruchtbarsten: um nichts. Das wird uns Freude bereiten. Und
Ihnen garantiert auch! Jan Feddersen
Los geht es am Samstag ab 8:30 Uhr im und am taz-Haus in der
FriedrichstraĂe 2. Tickets gibt es [1][hier].
21 Apr 2026
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## AUTOREN
(DIR) Jan Feddersen
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