# taz.de -- wie geht’s – muss!: Alle Wege führen nach Rom. Und dann?
       
       > Taz lab Redakteur Moritz war auf dem International Journalism Festival in
       > Italien. In der taz lab Kolumne #13 berichtet er davon, wie schwierig es
       > war, sich in Rom durch die Menschenmenge zu schieben.
       
 (IMG) Bild: Will man sich durch die Ströme des Massentourismus schieben?
       
       Rom also. Ein Zwischenstopp auf dem Weg zum International Journalism
       Festival, das zwei Stunden nördlich des einstigen Zentrums der Welt, in
       [1][Perugia,] stattfindet. Wenn man schon mal hier ist: Forum Romanum,
       Kolosseum, Pantheon – die Klassiker. Muss man gesehen haben.
       
       Kaum angekommen, drängt sich eine andere Frage auf – will man das wirklich?
       Sich durch die Ströme des Massentourismus schieben, zwischen Selfiesticks,
       Souvenirbuden und Aperol to go für 5 Euro? Im historischen Zentrum
       jedenfalls wird schnell klar, für die Römer*innen der Gegenwart ist hier
       kaum noch Platz.
       
       Wie bewegt man sich in einer Stadt, in der Bewegung selbst zur
       Herausforderung wird, weil man sich durch das Gedrängte schiebt wie ein Bus
       der BVG? Die Antwort: gegen die Zeit arbeiten.
       
       ## Rom in der Welt
       
       Eine halbe Stunde später stehe ich im MAXXI, dem von Zaha Hadid entworfenen
       Museum für zeitgenössische Kunst mit Platz und Luft – und einer tollen
       Ausstellung. „Rome in the World“ verortet die Stadt im [2][Vergleich zu
       anderen Metropolen] entlang von Ressourcen, Mobilität, Nachhaltigkeit und
       demografischem Wandel.
       
       Ein Detail bleibt hängen: Rom zählt 75 Metrostationen auf 59 Kilometern
       Strecke. Berlin kommt auf 170 Stationen und 145 Kilometer. In Rom dauert
       der Weg zur Arbeit im Schnitt 74 Minuten. Viele sind aufs Auto angewiesen –
       und stehen im Stau.
       
       Also, wenn Sie das nächste Mal in der Berliner U-Bahn stehen und ein
       genervtes „Muss“ auf die Frage „Wie geht’s?“ folgt: Freuen Sie sich lieber
       über die tägliche 45-minütige [3][BVG-Dosis.]
       
       So halten wir es auch auf dem täglichen Weg von unserer Unterkunft bei
       Perugia zum Festival – vier Tage lang, zwischen Debatten, Panels und
       Espresso. Und kehren, so viel sei versprochen, mit neuen Perspektiven
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       24 Apr 2026
       
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