# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Dieselpreis auf Allzeithoch
       
       > In Deutschland ist Diesel so teuer wie nie zuvor. Iran droht USA und
       > Israel mit „vernichtenden“ Angriffen. Die Hisbollah feuert Raketen auf
       > Israel ab.
       
 (IMG) Bild: Kein Scherz: So teuer wie gerade war Diesel in Deutschland noch nie
       
       ## Dieselpreis auf Allzeithoch
       
       dpa | Der Dieselpreis ist in Deutschland so hoch wie nie zuvor. Im
       bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete ein Liter am Mittwoch 2,327 Euro und
       übertraf damit den alten Rekord aus dem März 2022 um 0,6 Cent, wie aus
       Daten des ADAC hervorgeht. Die Zahl ist nicht inflationsbereinigt.
       
       ## Iran: Wiederaufbau von Stahlwerk dauert bis zu einem Jahr
       
       rtr | Der Wiederaufbau des iranischen Stahlwerks Chusestan wird nach einem
       Luftangriff in der vergangenen Woche bis zu einem Jahr dauern. Frühestens
       könne die Anlage in sechs Monaten den Betrieb wieder aufnehmen, erklärt ein
       Vertreter der Werksführung laut einem Nachrichtenorgan der iranischen
       Justiz. Alle Module und Stahlöfen seien beschädigt worden. Der Wiederaufbau
       solle mit heimischen Mitteln erfolgen. Das Werk war nach iranischen Angaben
       im Zuge der israelischen und amerikanischen Luftangriffe getroffen ‌worden.
       
       ## China fordert sofortiges Ende der Angriffe
       
       afp | China hat nach den neuen Angriffsankündigungen von US-Präsident
       Donald Trump gegen den Iran ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen
       gefordert. „Militärische Mittel können das Problem nicht grundlegend lösen
       und die Eskalation von Konflikten widerspricht den Interessen beider
       Seiten“, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking am
       Donnerstag. Sie rief die Konfliktparteien auf, „ihre Militäreinsätze sofort
       einzustellen“.
       
       Die Ministeriumssprecherin machte die USA und Israel für die Blockade der
       Straße von Hormus verantwortlich. „Die Grundursache für die
       Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus sind die
       illegalen Militäreinsätze der Vereinigten Staaten und Israels gegen den
       Iran“, sagte sie. Nur eine Waffenruhe könne die Sicherheit der
       internationalen Schifffahrt wieder herstellen.
       
       ## Iran: US-Angriffe erreichen geheime Waffenlager nicht
       
       ap | Das iranische Militär verfügt nach eigenen Angaben über geheime
       Waffen- und Munitionslager. Militärsprecher Ebrahim Zolfaghari sagte am
       Donnerstag, die bisher von den USA und Israel angegriffenen Ziele seien
       unbedeutend, weil die strategische Militärproduktion an anderen Orten
       stattfinde. Von diesen wüssten die Angreifer nichts und könnten sie niemals
       erreichen. Der Militärsprecher reagierte mit seinen Äußerungen auf eine
       Rede von US-Präsident Donald Trump.
       
       ## Russland verhängt Exportstopp für Benzin
       
       rtr | Russland hat ‌einen bis Ende Juli befristeten Exportstopp für Benzin
       verhängt. Dies teilte die Regierung in Moskau am Donnerstag mit. Mit der
       Maßnahme solle der heimische Markt stabilisiert werden, da die ‌Nachfrage
       während der landwirtschaftlichen Aussaat saisonal hoch sei. Zudem verwies
       die Regierung auf die gestiegenen weltweiten Ölpreise.
       
       Russland hatte in der Vergangenheit wiederholt die Ausfuhr von Benzin und
       Diesel eingeschränkt, um steigende Preise und Engpässe im Inland
       einzudämmen. Im vergangenen Jahr war es in mehreren Regionen ‌sowie in den
       von Russland kontrollierten Teilen der Ukraine zu einer Treibstoffknappheit
       gekommen. Hintergrund waren ⁠ukrainische Angriffe auf russische
       Ölraffinerien sowie eine saisonal hohe Nachfrage.
       
       Das Verbot gilt nicht für Länder, mit denen ‌Russland Regierungsabkommen
       ‌über Treibstofflieferungen hat, wie ⁠die Mongolei. Branchenkreisen zufolge
       exportierte das Land im vergangenen Jahr knapp fünf ‌Millionen Tonnen
       Benzin.
       
       ## Schweizer Inflation auf Jahreshoch
       
       Die ‌Inflation in der ‌Schweiz ist im März auf den höchsten Stand seit
       einem Jahr gestiegen. Angetrieben wurde die Teuerung durch höhere
       Treibstoffkosten infolge des Iran-Kriegs, wie aus Daten des Bundesamts für
       Statistik (BFS) vom Donnerstag hervorgeht. Die Verbraucherpreise stiegen
       gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozent. Das ist der höchste Wert seit
       März 2025, liegt ‌jedoch unter den Erwartungen von Ökonomen, die in einer
       Reuters-Umfrage ein Plus von 0,5 Prozent prognostiziert hatten. Im Februar
       hatte die Teuerungsrate noch bei 0,1 Prozent gelegen.
       
       Maßgeblich für den jüngsten Anstieg waren Erdölprodukte, die sich binnen
       Jahresfrist um 5,3 Prozent verteuerten. Zudem zogen die Preise für
       Flugtickets und Pauschalreisen an, wie die Statistiker weiter mitteilten.
       Günstiger wurden für Verbraucher hingegen Übernachtungen in der Hotellerie
       und Parahotellerie ebenso wie Automieten und Carsharing. Zudem ‌zeigte sich
       eine unterschiedliche Preisentwicklung je nach Herkunft der Waren: Während
       sich im Inland hergestellte Güter seit letztem Jahr um 0,5 Prozent
       verteuerten, verbilligten sich ⁠Importgüter um 0,3 Prozent.
       
       Die Schweizerische Nationalbank (SNB) lehnte eine Stellungnahme zu den
       Daten ab. Die Jahresteuerung in der Schweiz blieb deutlich unter der für
       die Euro-Zone erwarteten Rate von 2,5 Prozent. ‌Experten gehen ‌daher nicht
       davon aus, dass die SNB die ⁠Zinsen im Kampf gegen die Preissteigerungen
       unmittelbar anheben wird. An den Finanzmärkten wird die Wahrscheinlichkeit,
       dass die Notenbank den ‌Leitzins auf ihrer nächsten Sitzung ‌im Juni von
       derzeit null Prozent anhebt, aktuell auf 21 Prozent beziffert.
       
       ## US-Botschaft in Bagdad warnt vor Angriffen pro-iranischer Milizen
       
       afp | Die US-Botschaft in Bagdad hat vor Angriffen pro-iranischer Gruppen
       im Irak in den kommenden Tagen gewarnt. „Mit dem Iran verbündete irakische
       Terrormilizen könnten in den nächsten 24 bis 48 Stunden im Zentrum Bagdads
       Attacken verüben“, erklärte die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt
       am Donnerstag im Onlinedienst X. Sie rief US-Bürger auf, das Land sofort zu
       verlassen.
       
       Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit ihren Angriffen auf den Iran
       begonnen. Der Iran reagierte mit Attacken auf Israel, mehrere Golfstaaten
       und US-Einrichtungen in der Region. Raketen und Drohnen fliegen seitdem
       immer wieder über den Irak hinweg oder treffen auch Ziele in dem Land. Der
       Irak, der lange Schauplatz eines Stellvertreterkriegs zwischen den USA und
       dem Iran war, hatte erklärt, dass er nicht in den US-israelischen Krieg
       gegen den Iran hineingezogen werden wolle.
       
       ## Iran kündigt „vernichtende Reaktion“ an
       
       afp | Das iranische Militär hat nach neuen Angriffsankündigungen von
       US-Präsident Donald Trump gegen die Islamische Republik eine „vernichtende“
       Reaktion angedroht. „Rechnet mit unseren noch vernichtenderen,
       umfassenderen und zerstörerischeren Maßnahmen“, erklärte das zentrale
       Einsatzkommando des iranischen Militärs, Chatam al-Anbija, am Donnerstag an
       die USA und Israel gerichtet. „Im Vertrauen auf den allmächtigen Gott wird
       dieser Krieg so lange andauern, bis ihr gedemütigt, entehrt, von
       dauerhaftem und sicherem Bedauern erfüllt seid und euch ergebt.“
       
       Trump hatte zuvor ein baldiges Erreichen der US-Ziele in Iran in Aussicht
       gestellt – und zugleich weitere Angriffe angekündigt. [1][„Wir werden sie
       in die Steinzeit zurückversetzen“], sagte er am Mittwoch n einer Ansprache
       an die Nation und drohte erneut mit Angriffen auf iranische Energieanlagen.
       Die US-Armee werde Iran „in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart
       treffen“.
       
       ## Neue Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Israels Norden
       
       afp | Die von Iran unterstützte Hisbollah [2][im Libanon] hat nach eigenen
       Angaben neue Raketen und Drohnen auf den Norden Israels abgefeuert. Sie
       habe israelische Soldaten im Grenzgebiet mit Raketen angegriffen, teilte
       die proiranische Miliz am Donnerstag mit. Zudem habe sie eine israelische
       Ortschaft mit Drohnen attackiert, hieß es in einer separaten
       Hisbollah-Erklärung.
       
       Nach Angaben des israelischen Heimatfrontkommandos wurde im Norden Israels
       Luftalarm ausgelöst. Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht
       vor.
       
       Die Hisbollah ist Teil der von Iran angeführten „Achse des Widerstands“ an,
       deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist. Außer der Miliz im
       Libanon gehören dazu proiranische Milizen im Irak, die Huthis im Jemen und
       die Hamas im Gazastreifen, die mit ihrem Angriff auf Israel am 7. Oktober
       2023 den Gazakrieg ausgelöst hatte.
       
       ## Trump sieht US-Ziele im Irankrieg fast erreicht
       
       afp | In seiner mit Spannung erwarteten Ansprache an die Nation hat
       US-Präsident Donald Trump ein baldiges Erreichen der US-Ziele in Iran in
       Aussicht gestellt – und zugleich weitere Angriffe angekündigt. Die
       „zentralen strategischen Ziele“ der USA stünden „kurz vor der Vollendung“,
       sagte Trump am Mittwochabend. Zugleich kündigte er an, die US-Armee werde
       Iran „in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen“. Die
       Ölpreise schnellten nach Trumps Rede wieder in die Höhe. Israel meldete
       unterdessen vier massive Angriffswellen aus Iran.
       
       ## Nato-Generalsekretär will nach Washington reisen
       
       ap | Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird voraussichtlich nächste Woche für
       Gespräche mit US-Präsident Donald Trump nach Washington reisen. Das
       bestätigte ein Vertreter des Weißen Hauses der AP am Mittwoch (Ortszeit).
       Trump und Rutte pflegen ein gutes Verhältnis, doch der Präsident zeigte
       sich zuletzt zunehmend verärgert über die Bündnispartner, insbesondere über
       Großbritannien und Frankreich. Die Dynamik sorgt für Besorgnis über die
       Zukunft der Allianz, deren Wert Trump schon lange infrage stellt.
       
       Trump hatte zuletzt seinen Unmut darüber geäußert, dass die Mitglieder des
       Militärbündnisses seinem Aufruf, die Straße von Hormus zu sichern, nicht
       nachkommen. Er sagte, er ziehe einen Austritt aus dem Militärbündnis
       „ernsthaft in Betracht“.
       
       Bei einem privaten Mittagessen im Weißen Haus vor seiner Rede zur Lage im
       Irankrieg bezeichnete Trump die Nato am Mittwoch als „schlechte Verbündete“
       und „Papiertiger“. „Die Nato hat uns sehr schlecht behandelt, und man muss
       sich daran erinnern, denn sie werden uns wieder schlecht behandeln, falls
       wir sie jemals brauchen“, schimpfte Trump erneut über das Bündnis. „Und
       hoffentlich werden wir sie nie brauchen. Ich glaube nicht, dass wir sie
       brauchen. Ich glaube nicht, dass sie viel ausrichten können.“ Trump sagte,
       er sei sich sicher: „Die Nato wird nicht da sein, wenn wir den großen
       Einsatz brauchen.“
       
       ## UN-Sicherheitsrat verurteilt tödliche Vorfälle im Südlibanon
       
       kna | Der UN-Sicherheitsrat hat die Vorfälle verurteilt, die zum Tod von
       drei Blauhelm-Soldaten im Südlibanon geführt haben. Ohne die Beteiligten im
       Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz beim Namen zu nennen,
       verlangte das Gremium in einer am Mittwochabend in New York
       veröffentlichten Erklärung, die Sicherheit des Personals zur
       Friedenssicherung zu gewährleisten. Auch stellte sich der Sicherheitsrat
       hinter die „Souveränität, Unabhängigkeit, territoriale Integrität und
       Einheit des Libanon“.
       
       Einer der indonesischen Soldaten war am Sonntag getötet worden, als ein
       Geschoss nahe einer Stellung der UN-Friedenstruppe detonierte. Zwei weitere
       starben am Montag in einem Konvoi bei der Explosion einer Bombe am
       Straßenrand. Bereits Dienstag hatten einzelne Mitglieder des
       Sicherheitsrats die Angriffe missbilligt. Dem Organ gehören als ständige
       Mitglieder neben Frankreich, Russland, Großbritannien und China auch die
       Vereinigten Staaten an.
       
       In seiner Erklärung forderte der Sicherheitsrat weiter eine Untersuchung
       der tödlichen Zwischenfälle. Auch riefen sie die Parteien zur Einhaltung
       der Resolution 1701 auf. Diese sieht vor, dass das Gebiet südlich des
       Litani-Flusses ausschließlich von Truppen der UN-Friedensmission Unifil und
       der libanesischen Armee kontrolliert wird. Israel will diese Zone wegen
       fortgesetzter Angriffe der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz
       militärisch besetzen.
       
       ## Israel: Iranischer Raketenangriff auf Norden des Landes
       
       ap | Weniger als eine halbe Stunde nach der Rede von US-Präsident Donald
       Trump zum Irankrieg hat Israel einen iranischen Raketenangriff auf den
       Norden des Landes gemeldet. Das Militär arbeitet eigenen Angaben zufolge
       daran, einen Raketenstart aus Iran abzufangen – den dritten Angriff am
       Donnerstag. Sirenen ertönten im Norden Israels, von der Stadt Haifa an der
       Mittelmeerküste bis zum See Genezareth.
       
       Bei einem ersten iranischen Angriff im Zentrum des Landes wurden am
       Donnerstag nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom
       ein zwölfjähriger Junge und zwei sieben Monate alte Säuglinge durch
       umherfliegendes Glas leicht verletzt. Bei demselben Angriff in Bnei Brak,
       einer Stadt östlich von Tel Aviv, wurde den Angaben zufolge auch ein
       24-Jähriger verletzt.
       
       ## Trump: Raketenangriffe, falls sich Iran dem Uran nähern sollte
       
       dpa | US-Präsident Donald Trump hat die Bedeutung des wohl in Iran
       verschütteten hochangereicherten Urans heruntergespielt. Irans Atomanlagen
       seien bei den Luftangriffen im Juni vergangenen Jahres so hart getroffen
       worden, dass es Monate dauern würde, auch nur in die Nähe des Urans zu
       gelangen, sagte er. Man beobachte dies mithilfe von Satelliten intensiv.
       Wenn man auch nur die geringste Bewegung der Iraner bemerke, würden sie
       „sehr hart“ mit Raketen getroffen werden, sagte Trump im Weißen Haus in
       einer Rede an die Nation. Die USA hielten alle Karten in der Hand, die
       Iraner hätten keine Handlungsmöglichkeiten, sagte er.
       
       Das hochangereicherte Uran, das sich sehr tief unter Irans Atomanlagen
       befinden soll, nannte Trump dabei nicht direkt. Stattdessen sprach er von
       „nuklearem Staub“ – einen Begriff, den er bereits zuvor für Irans
       Uranvorrat genutzt hatte.
       
       Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des
       US-Militärs in Iran. Das Wall Street Journal etwa hatte jüngst unter
       Berufung auf US-Beamte berichtet, Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich ein
       Militäreinsatz zur Bergung des Urans für die dafür nötigen Bodentruppen
       wäre.
       
       ## Trump kündigt Endphase des Irankriegs an
       
       rtr | US-Präsident Donald Trump ‌hat ein baldiges ‌Ende des seit fünf
       Wochen dauernden Kriegs gegen Iran angekündigt. Die strategischen Ziele der
       USA seien fast erreicht, sagte Trump am Donnerstag. „Wir werden die Aufgabe
       beenden, und wir werden sie sehr schnell beenden. Wir kommen dem sehr
       nahe“, erklärte der Präsident. Gleichzeitig kündigte er für die kommenden
       zwei bis drei Wochen „extrem harte“ Angriffe an.
       
       Trump ging auch auf die wachsenden Sorgen in der US-Bevölkerung ein. Die
       meisten ‌Amerikaner lehnen Umfragen zufolge den Konflikt ab, Trumps
       Zustimmungswerte sind gesunken. Der Präsident führte die gestiegenen
       Benzinpreise auf iranische „Terrorangriffe“ gegen Öltanker zurück. Die
       Preise würden wieder fallen, versprach er, ohne ⁠jedoch einen Zeitrahmen zu
       nennen. Trump deutete zudem an, dass die USA „wenn angemessen“ auch
       Energie- und Ölziele angreifen könnten. Die Straße von Hormus werde sich
       nach Kriegsende „natürlich“ wieder öffnen.
       
       ## US-Militär: Bereits mehr als 12.300 Ziele im Iran angegriffen
       
       dpa | Das US-Militär hat in dem seit mehr als einem Monat andauernden Krieg
       gegen Iran nach eigenen Angaben bereits mehr als 12.300 Ziele in dem Land
       angegriffen. Darunter befänden sich auch 155 iranische Schiffe, die
       beschädigt oder zerstört worden seien, teilte das US-Regionalkommando für
       den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mit. Washingtons Verbündeter
       Israel flog nach eigenen Angaben bisher mehr als 800 Angriffe in Iran, wie
       die Armee am Mittwoch mitgeteilt hatte.
       
       ## Wirtschaftsministerin sieht keine Versorgungsengpässe
       
       rtr | Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht trotz des
       Irankrieges und dessen Auswirkungen auf die Lieferketten keine ‌Gefahr für
       Engpässe bei der Energieversorgung in Deutschland. „Diese Botschaft an die
       Bürgerinnen und Bürger ist mir wichtig: Die Versorgung mit Sprit und Gas
       ist gesichert“, sagt die CDU-Politikerin dem Nachrichtenmagazin Focus.
       
       Die Energielieferketten seien diversifiziert. Weniger als 8 Prozent des
       europäischen LNG-Imports kämen aus ‌dem Persischen Golf, beim Öl seien es
       nur rund 5 Prozent. Auch bei Kerosin und ⁠Diesel stünden ausreichende
       Mengen zur Verfügung. Anders sehe es in Asien aus, das erheblich von der
       Golfregion abhänge. ‌Deutschland ‌gebe daher gemeinsam mit ⁠der
       internationalen Gemeinschaft behutsam einen Teil seiner Reserven frei, um
       die Knappheiten ‌im asiatischen Raum ‌und damit auch die internationalen
       Rohölpreise zu dämpfen.
       
       ## Iranische Regierung verurteilt „irrationale“ US-Forderungen
       
       afp | Die iranische Regierung hat Staatsmedien zufolge die Forderungen der
       US-Regierung für ein Ende des Irankrieges verurteilt. Die „maximalistischen
       und irrationalen“ Forderungen Washingtons seien über Vermittler, „darunter
       Pakistan“, an Teheran übermittelt worden, es fänden jedoch „keine direkten
       Verhandlungen“ statt, zitierte die iranische staatliche Nachrichtenagentur
       Isna am Donnerstag den Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail
       Bakaei.
       
       Bakaei erklärte außerdem nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens,
       Teheran sei „auf jede Art von Angriff vorbereitet, einschließlich eines
       Bodenangriffs“.
       
       Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump in seinem Onlinedienst Truth Social
       erklärt, Iran habe die USA um eine Waffenruhe gebeten. Daraufhin
       dementierte das iranische Außenministerium jegliche Bitte einer Waffenruhe
       an Trump. Entsprechende Äußerungen des US-Präsidenten seien „falsch“ und
       entbehrten „jeder Grundlage“, erklärte Bakaei laut dem iranischen
       Staatsfernsehen.
       
       ## Israelischer Botschafter: Keine dauerhafte Besatzung Südlibanons
       
       dpa | Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat eine Annexion des
       Südlibanons durch sein Land ausgeschlossen. „Wir werden so weit vorrücken
       und so lange bleiben, bis der Beschuss Israels aufhört und unsere Einwohner
       sicher sind. Eine dauerhafte Besatzung ist nicht geplant. Punkt“, sagte
       Prosor dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
       
       Er widersprach damit auch dem rechtsextremen israelischen Finanzminister
       Bezalel Smotrich, der gefordert hatte, der Litani-Fluss im Süden des
       Libanon müsse Israels neue Grenze zum nördlichen Nachbarland darstellen.
       Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz will
       Israel das Gebiet bis zum Litani-Fluss nur bis auf Weiteres kontrollieren.
       
       Nach Beginn des Irankriegs vor rund einem Monat hatte die libanesische
       Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen. Israel
       reagierte mit Luftangriffen und Bodeneinsätzen im Libanon. Viele
       Ortschaften im Süden des Landes gelten als Hisbollah-Hochburgen.
       
       ## Insider: Waffenstillstand Bedingung für Kriegsende
       
       rtr | Ein ranghoher iranischer Vertreter sagt ‌der Nachrichtenagentur
       Reuters, Iran fordere einen garantierten Waffenstillstand, um den Krieg
       dauerhaft zu beenden. Vermittler hätten am Dienstag Kontakt zum Iran
       aufgenommen, wobei sich die Gespräche auf die Fortsetzung der
       diplomatischen Bemühungen konzentriert hätten. Über die Vermittler habe es
       keine Gespräche über einen vorübergehenden Waffenstillstand gegeben.
       
       ## Kämpfer von proiranischer Miliz bei Angriffen im Irak getötet
       
       afp | Bei Angriffen im Nordwesten des Irak sind zwei Kämpfer der
       pro-iranischen Miliz Hasched al-Schaabi getötet worden. Die beiden Kämpfer,
       darunter ein Kommandant, seien bei zwei Luftangriffen auf eine Stellung in
       Tal Afar in der Provinz Ninive nahe der syrischen Grenze getötet worden,
       hieß es am Mittwoch in einer Erklärung von Hasched al-Schaabi. Bei dem
       „amerikanisch-zionistischen Angriff“ seien zudem vier Menschen verletzt
       worden.
       
       Der Irak ist gegen seinen Willen in den Irankrieg hineingezogen worden, der
       am 28. Februar mit US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen hatte.
       In den vergangenen Wochen gab es mehrere Luftangriffe gegen Einheiten der
       Hasched al-Schaabi, die in die staatlichen Sicherheitskräfte integriert ist
       und pro-iranische Gruppen umfasst. Die Angriffe gegen die Miliz werden
       Israel und den USA zugeschrieben.
       
       ## Irans Präsident schickt Botschaft an Amerikaner
       
       dpa | In einem offenen Brief an die amerikanische Nation kritisiert Irans
       Präsident Massud Peseschkian den Krieg der USA gegen sein Land als eine
       absurde und für die USA kostspielige Operation. „Die Welt befindet sich
       heute an einem Punkt, an dem die Fortsetzung eines Konfrontationskurses
       kostspieliger und ergebnisloser ist denn je“, schrieb der Präsident in
       seiner Botschaft. Iran habe in seiner Geschichte viele Aggressoren gesehen.
       Von denen blieb in den Geschichtsbüchern laut Peseschkian aber nur ein
       „Name der Schande“. Die Entscheidung zwischen Krieg und Frieden würde die
       Zukunft ganzer Generationen prägen.
       
       Für iranische Verhältnisse ist ein offener Brief an das amerikanische Volk
       eher ungewöhnlich. Daher werten Beobachter ihn als Versuch Irans, die
       amerikanische Öffentlichkeit von der Fehlentscheidung ihrer Regierung zu
       überzeugen und so indirekt eine Waffenruhe zu erzwingen.
       
       Die Angriffe auf die Infrastruktur Irans richten sich Peseschkian zufolge
       unmittelbar gegen die iranische Bevölkerung. Diese Attacken seien nicht nur
       ein Kriegsverbrechen, sondern ihre Folgen würden auch über die iranischen
       Grenzen hinaus eine gesamte Region treffen. „Das ist am Ende dann ein
       Teufelskreis und das Säen von immer mehr Feindseligkeit, dessen
       Auswirkungen noch jahrelang andauern“, schrieb der iranische Präsident.
       
       ## Israel: Angriff auf Dutzende Militäreinrichtungen in Teheran
       
       dpa | Die israelische Luftwaffe hat nach Angaben der Armee Dutzende
       Militäreinrichtungen in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen. In
       der Nacht auf Mittwoch seien auf Grundlage von Geheimdienstinformationen
       allein 15 Waffenproduktionsstätten „im Herzen Teherans“ angegriffen worden,
       teilte die israelische Armee auf Telegram mit. Darunter befinde sich ein
       zentraler Komplex des iranischen Verteidigungsministeriums mit
       Produktionsstätten für Raketen, die gegen Flugzeuge und ferngesteuerte
       Fluggeräte eingesetzt werden sollten.
       
       Darüber hinaus seien Luftabwehrsysteme, Abschussrampen sowie Produktions-
       und Lagerstätten für Raketen angegriffen worden. Allein in den vergangenen
       zwei Tagen habe die israelische Luftwaffe Angriffe auf rund 400 Ziele des
       „iranischen Terrorregimes“ geflogen, hieß es weiter. Der von Israel und den
       USA begonnene Krieg befindet sich bereits in der fünften Woche.
       
       ## Trump droht laut Zeitung Europäern
       
       rtr | US-Präsident Donald Trump hat einem Zeitungsbericht zufolge mit dem
       Ende von US-Waffenlieferungen an die Ukraine gedroht. Dadurch sollten die
       europäischen Verbündeten dazu bewogen werden, sich einer „Koalition der
       Willigen“ anzuschließen, die die Straße von Hormus wieder öffnen solle,
       berichtet die Financial Times unter Berufung auf Personen, die über die
       Gespräche informiert seien. Trump habe damit gedroht, die Lieferungen an
       die von europäischen Ländern finanzierte Nato-Initiative PURL zur
       Waffenbeschaffung für die Ukraine einzustellen.
       
       ## London: 35 Länder beraten virtuell über Hormus-Meerenge
       
       afp | Die britische Regierung hat für Donnerstag ein [3][internationales
       Treffen zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus]
       angekündigt. Großbritannien habe 35 Länder hinter seiner Initiative „zur
       maritimen Sicherheit“ in der Golfregion vereint, sagte Regierungschef Keir
       Starmer am Mittwoch in London. Außenministerin Yvette Cooper werde das
       Treffen leiten, fügte er hinzu. Später teilte ein britischer Beamter der
       Nachrichtenagentur AFP mit, das Treffen werde am Donnerstag virtuell
       stattfinden.
       
       Das Treffen diene dazu, alle „diplomatischen und politischen Maßnahmen zu
       prüfen, die wir ergreifen können, um die Freiheit der Schifffahrt
       wiederherzustellen“, sagte Starmer vor Journalisten. „Im Anschluss an
       dieses Treffen werden wir auch unsere militärischen Planer einberufen, um
       zu prüfen, wie wir unsere Kapazitäten bündeln und die Meerenge nach den
       Kämpfen wieder sicher machen können.“ Starmer warnte, die Wiedereröffnung
       der Meerenge werde „nicht einfach“ sein.
       
       ## Frankreich: Keine Hinweise auf Verminung der Straße von Hormus
       
       rtr | Die französische Marine hat nach Angaben des Admirals Nicolas Vaujour
       keine Hinweise darauf, dass die Straße von Hormus vermint worden ist. Auf
       einer Sicherheitskonferenz in Paris fordert er zudem, China müsse sich
       stärker für eine Wiederöffnung der Meerenge einsetzen und seine Ungeduld
       über die anhaltende Sperrung deutlich machen. China und Iran gelten als
       befreundete Staaten.
       
       ## Finnischer Präsident spricht mit Trump über Nato
       
       ap | Der finnische Präsident Alexander Stubb hat mit US-Staatschef Donald
       Trump über die Nato und Iran gesprochen. Es sei auch um die Ukraine
       gegangen, teilte Stubb am Mittwoch auf der Plattform X mit. „Es ist gut,
       gemeinsam nach Lösungen für Probleme zu suchen“, schrieb er zu dem
       Telefonat mit Trump, das konstruktiv gewesen sei.
       
       Trump hat zunehmend Kritik an Verbündeten geäußert. Er wirft ihnen
       mangelnde Bereitschaft vor, sich am Krieg der USA und Israels gegen Iran zu
       beteiligen, vor allem mit Blick auf eine Sicherung der Straße von Hormus.
       Trump hat deshalb erneut einen Austritt der USA aus dem Militärbündnis Nato
       ins Spiel gebracht.
       
       ## IOM: 180.000 Familien im Iran seit Kriegsbeginn vertrieben
       
       ap | Der US-israelische Krieg gegen Iran hat nach Einschätzung der
       Internationalen Organisation für Migration (IOM) 180.000 Familien in der
       Islamischen Republik zu Flüchtlingen gemacht. Eine exakte Zahl zu liefern,
       sei jedoch schwierig, teilte die Organisation am Mittwoch mit. Iran führe
       im Gegensatz zu anderen Ländern keine entsprechende Statistik.
       
       IOM-Generaldirektorin Amy Hope sagte der Nachrichtenagentur AP, Experten
       ihrer Organisation rechneten damit, dass die Zahl der Vertriebenen steige,
       wenn mehr zivile Infrastruktur zerstört werde. Pope warnte auch vor noch
       dramatischeren Folgen für Arbeiter aus dem Ausland, die in Iran tätig
       seien. Es sei möglich, dass sie weniger Unterstützung erhielten als
       iranische Familien, die sich darum bemühten. Die „versteckte Konsequenz
       eines Konflikts wie diesem“ sei, dass es Menschen gebe, deren Verbleib
       nicht erfasst werde und die nicht die notwendige Hilfe erhielten.
       
       ## Iran dementiert Bitte um Waffenruhe
       
       afp | Die iranische Führung hat dementiert, US-Präsident Donald Trump um
       eine Waffenruhe gebeten zu haben. „Trumps Äußerungen zur Bitte Irans um
       einen Waffenstillstand sind falsch und entbehren jeder Grundlage“, erklärte
       Esmail Baghai, Sprecher des Außenministeriums in Teheran, am Mittwoch laut
       dem iranischen Staatsfernsehen. Trump hatte zuvor erklärt, von der neuen
       Führung in Iran um eine Einstellung der Kämpfe gebeten worden zu sein.
       
       In einem wenige Stunden zuvor ausgestrahlten Interview hatte bereits der
       iranische Außenminister Abbas Araghtschi Verhandlungen mit den USA
       dementiert. Auf den von den USA vorgelegten 15-Punkte-Plan zur Beendigung
       der Kämpfe habe die iranische Regierung „nichts als Antwort angeboten“,
       sagte Araghtschi dem katarischen Nachrichtensender Al Jazeera. Der
       Chefdiplomat forderte stattdessen ein „vollständiges Ende des Krieges“ und
       Reparationszahlungen für die Kriegsschäden in Iran.
       
       2 Apr 2026
       
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