# taz.de -- die gute nachricht: Chile gewinnt den Kampf gegen Lepra
       
       Als zweites Land der Welt hat Chile nach Jordanien nun offiziell die Lepra
       ausgerottet, [1][verkündete die Weltgesundheitsorganisation] (WHO) Anfang
       März. Die Folgen der bakteriellen Infektionskrankheit können ein ganzes
       Leben beeinflussen: Lähmung, der Verlust von Gliedmaßen bis hin zu
       Erblindung. Das gesellschaftliche Stigma hält in vielen Ländern den
       Teufelskreis zwischen Erkrankung und Armut am Leben. Laut der WHO haben
       Früherkennung und eine ganzheitliche Betreuung in Versorgungszentren in
       Chile dabei geholfen, den Kreislauf zu durchbrechen. Dort werden auch die
       langfristigen Folgen behandelt. Seit mehr als 30 Jahren hat sich in Chile
       niemand mehr innerhalb des Landes angesteckt. Die wenigen registrierten
       Fälle wurden allesamt eingeschleppt. 2021 waren das mit 10 Fällen noch die
       meisten. Statistisch betrachtet liegt diese Zahl auf eine Million Einwohner
       gerechnet zwischen 0 und 1 Fall. Argentinien registrierte im selben Jahr 3
       Fälle pro einer Million Menschen im Land, Brasilien sogar 87 Fälle. Ziel
       der WHO ist es, die Krankheit bis 2030 global auszurotten. Doch immer noch
       erkranken mehr als 200.000 Menschen jährlich. Die meisten davon in Indien,
       gefolgt von Brasilien.Adefunmi Olanigan
       
       21 Mar 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.who.int/news/item/04-03-2026-chile-becomes-the-first-country-in-the-americas-to-be-verified-by-who-for-the-elimination-of-leprosy
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Adefunmi Olanigan
       
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