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> Lea, 11 Jahre alt, Schülerin und Youtuberin aus Berlin
„Ich habe seit ungefähr einem Jahr einen Youtube-Kanal. In den Videos
spiele ich meistens Robloxspiele und erzähle dabei Dinge. Ich habe 663
Abonnenten, die auch regelmäßig kommentieren. Es gibt sehr nette
Kommentare, aber auch welche von Hatern. Manchmal finde ich das traurig,
aber meistens nervt es mich einfach nur. Und manchmal wehre ich mich auch
und sage etwas Gemeines zurück.
Mir macht es Spaß zu sehen, dass Leute mir Likes geben und damit zeigen,
dass sie meine Videos mögen. Aber es passieren auch schlimme Dinge im
Internet. Man kann sich etwa als 14-jähriger Junge ausgeben, obwohl man ein
40-jähriger Mann ist. Online geht alles viel leichter, Mobbing, Belästigung
… man weiß ja nicht, wer hinter dem Bildschirm ist. Und manche Kinder haben
von ihren Eltern nicht erklärt bekommen, dass sie ihre Adresse nicht
verraten oder sich mit Fremden nicht in echt treffen sollen.
Trotzdem finde ich nicht, dass Social Media verboten werden sollte,
zumindest nicht für Kinder über 11 Jahre. Aber es sollte Regeln geben. Bei
Snapchat kann Dich zum Beispiel jeder anrufen oder adden. Das ist
gefährlich.
Wenn man sich unwohl fühlt, dann sollte man die Person blockieren und am
besten mit seinen Eltern reden. Für jedes Kind sollte es jemanden geben,
mit dem man darüber reden kann, was einem auf Social Media passiert. Das
müssen nicht die Eltern sein, wenn man sich mit denen nicht gut versteht.
Eine gute Freundin oder ein spezieller Vertrauenslehrer, der sich damit
auch auskennt, wären auch okay. Oder Kinder aus der Oberstufe könnten
Ansprechpersonen sein.
An unserer Schule wird über die Gefahren des Internets geredet, nicht
regelmäßig, aber ab und zu. Trotzdem glaube ich nicht, dass alle meine
Mitschüler die Gefahren von Social Media gut genug einschätzen können.“
Protokoll: Sunny Riedel
3 Mar 2026
## AUTOREN
(DIR) Sunny Riedel
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