# taz.de -- Die taz auf der Buchmesse: Systemkritik und Leseglück in Leipzig
       
       > Wenn der Zeitgeist die Menschen immer weiter auseinandertreibt, halten
       > wir mit der Kraft der Literatur dagegen.
       
 (IMG) Bild: Glückliche Gesichter von Cosplayern auf der Leipziger Buchmesse: Die wochentaz gibt's nebenan umsonst!
       
       [1][Aus der taz] | Morgens 10 Uhr, Messegelände Leipzig: Es riecht nach
       Druckerschwärze, überteuertem Filterkaffee und Theaterschminke, die sich
       auf den glücklichen Gesichtern der Cosplayer-Gemeinde breit macht. Während
       in der Glashalle die Besucher:innen der Manga Comic Con ihre Flügel
       sortieren und die Rolltreppen unter den Besuchermassen ächzen, wird [2][in
       Halle 5 am taz-Stand] das Wohnzimmer der Redaktion etabliert.
       
       Zwischen druckfrischen Stapeln der neuesten wochentaz und dem Dauerrauschen
       der Messe widmen wir uns, getreu dem Buchmessenmotto „Wo Geschichten uns
       verbinden“, den neuesten Bucherscheinungen.
       
       ## Die Spitze des Bücherbergs
       
       Thematisch bewegen wir uns zwischen autoritären Tendenzen
       gesellschaftlicher Entwicklung, Kipppunkten der Demokratie, Feminismus,
       Entrechtung von Geflüchteten, Krieg und Wirtschaft, geben aber auch der
       Belletristik Raum mit klassischen Themen rund um Liebe, Mutterschaft,
       Rebellion und Selbstermächtigung.
       
       Nicholas Potter seziert „Die neue autoritäre Linke“, während Ronen Steinke
       das Grundrecht auf „Meinungsfreiheit“ verteidigt. Wir fragen, wie
       Demokratie im Alltag mit AfD-Mehrheiten bestehen kann – Nachbarschaft statt
       Brandmauer.
       
       Passend dazu liefert Eva von Redecker eine zeitgemäße Analyse des
       autoritären Rechtsrucks und der neuen Formen von Faschismus: „Dieser Drang
       nach Härte“.
       
       Auch „Es war einmal ein Land“ von Jana Hensel oder warum sich der Osten von
       der Demokratie verabschiedet, fügt sich thematisch ein.
       
       Carla Hinrichs richtet mit ihrem Buch „Meine verletzte Generation“ einen
       dringenden Appell an die Leser:innen, demokratische Rechte aktiv zu
       verteidigen.
       
       Und mit „Bitch Hunt“ seziert Veronika Kracher digitale Misogynie, die
       Verachtung des Weiblichen schlechthin, unter der nicht nur die Betroffenen
       leiden, sondern auch die Demokratie.
       
       Die immer neuen Kriegsschauplätze machen wir beispielhaft sichtbar mit
       „Zugwind“ von Iryna Fingerova, die eindringlich vom Leben einer
       ukrainischen Ärztin in Deutschland berichtet. Von Trauer, Wut und
       Resignation, aber auch dem Wunsch nach Akzeptanz und persönlichem Frieden.
       
       Aber wie entstehen Kriege? Ulrike Herrmann liefert mit ihrem neuen Buch
       „Geld als Waffe“ eine brisante Analyse großer internationaler Konflikte und
       die zugehörigen Gründe, die zu einem Großteil ökonomischer Natur sind.
       
       Außerdem: Kriege sind auch immer der Auslöser von Migrationsbewegungen.
       Aber statt auf Solidarität treffen Geflüchtete auf Abschottung. „No Border
       Lasts Forever“ von den Herausgebern „Welcome United“ zeigt, wie wichtig
       transnationale Vernetzung im Kampf gegen Gewalt und Isolation und für
       Freiheit ist. Und damit wäre nur die Spitze des Bücherbergs betrachtet.
       
       Kommen Sie ins taz-Wohnzimmer auf der Buchmesse Leipzig – unsere Bühne für
       die wichtigsten Buchneuheiten des Frühlings und die zentralen Fragen der
       Zeit.
       
       Die taz auf der Messe: Halle 5, G 500 oder im Stream: [3][taz.de/buchmesse]
       
       12 Mar 2026
       
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       ## AUTOREN
       
 (DIR) Susanne Ruwwe
       
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