# taz.de -- die gute nachricht: Die Ostsee bekommt frisches Wasser
       
 (IMG) Bild: Grafik: Rita Eperjesi, Johanna Hartmann, Anna Eschenbacher. Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Fotos: stock.adobe.com
       
       Sie gilt als die größte Totwasserzone der Welt: eine Fläche in der Ostsee,
       dreimal so groß wie Hessen, mit so wenig Sauerstoff, dass aquares Leben
       dort nicht mehr möglich ist, ermittelten [1][finnische Wissenschaftler].
       Ursache ist vor allem die Landwirtschaft, die viel zu viel Gülle oder
       Kunstdünger auf die Felder kippt. Der gelangt dann über das Grundwasser und
       die Flüsse ins Binnenmeer und sorgt dort dafür, dass sich [2][Blaualgen
       explosionsartig vermehren]. Dazu kommt der Klimawandel: Immer häufiger wird
       im wärmer gewordenen Wasser vor allem der westliche Teil der Ostsee von
       einem riesigen grünen Algenteppich bedeckt. Sterben die Algen ab, sinken
       sie zu Boden, wo Bakterien die Reste zersetzen. Dafür brauchen sie viel
       Sauerstoff, der etwa Krebsen und Fischen fehlt. Zuletzt peitschte Ostwind
       wochenlang die Wassermassen Richtung Nordsee, ein seltenes Wetterphänomen.
       Am Pegel Landsort-Norra vor der schwedischen Hauptstadt Stockholm fehlten
       Mitte Februar 67 Zentimeter Wasser. Besonders niedrig war der Wasserstand
       zwischen Finnland und Schweden sowie vor dem Baltikum, weniger an deutschen
       Küsten. Verglichen mit dem Normalzustand fehlten insgesamt 390 Milliarden
       Kubikmeter Nass, so erklärt Matthias Premke-Kraus vom Leibniz-Institut:
       „Starke Westwinde werden den Trend der letzten Wochen umkehren, frisches
       Wasser aus dem Atlantik fließt zurück.“ Und dieses Wasser wird kühler und
       sauerstoffreich sein. Nick Reimer
       
       28 Feb 2026
       
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 (DIR) [1] https://doi.org/10.5194/bg-15-3975-2018
 (DIR) [2] /!5062691&SuchRahmen=Print
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Nick Reimer
       
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