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       1 Masken am Steuer sind tabu
       
       Linke und Grüne lieben Verbotspolitik? Alle lieben Verbotspolitik! Selbst
       in der Karnevalszeit lohnt es sich zu wissen, was untersagt ist, wenn man
       kein Bußgeld kassieren will. Zum Glück gibt es Organisationen, die
       aufklären – wie die wochentaz und die
       Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger
       e. V., kurz KÜS. KÜS-Prüfer Johannes Kautenburger sagte im [1][SR]: Wer in
       der Karnevalszeit mit dem Auto unterwegs ist, darf Perücken tragen, aber
       keine Masken. Vermummung ist verboten. Auch wer mit Clownsgesicht geblitzt
       wird, ist nicht sicher. Es gäbe Möglichkeiten, Maskierte zu ermitteln, so
       die Polizei Saarland. Wie das gehen soll, das will sie nicht verraten –
       „aus taktischen Gründen“. Repressionsfaktor: 1 von 5.
       
       2 Priesterklamotten sind tabu
       
       Auch wer in Talar und Stola zur Party will, kann Probleme kriegen. Denn
       sich als Ungeweihter öffentlich in katholischer Amtskleidung zu zeigen, ist
       strafbar. [2][Das hat ein Gericht jetzt im Fall eines (rechts tickenden)
       Paderborners bestätigt]. Es bestünde Verwechslungsgefahr, die katholische
       Kirche stehe als Glaubensgemeinschaft des öffentlichen Rechts unter Schutz.
       Kostümhack: Beim Priestergewand für Frauen muss die Verwechslungsgefahr
       erst noch bewiesen werden. Repressionsfaktor: 4 von 5.
       
       3 Austrittswerbung ist tabu
       
       Auch in Kiel zeigte sich diese Woche der Einfluss der Kirchen. Mit einem
       Video wollte die Stadtverwaltung nur zeigen, dass man Termine wie den
       Kirchenaustritt jetzt online erledigen kann. Dazu sagte eine Frau im Clip:
       „Das mache ich“, und reckte den Daumen gen Himmel. Die Stadt würde für
       einen Austritt werben, schimpften deshalb die Kirchen öffentlich, das Video
       wurde wieder gelöscht. Als ob die vielen Austritte an dem bisschen
       Digitalisierung lägen. Repressionsfaktor: 2 von 5.
       
       4 Gedenken ist tabu
       
       Wie die Kirche ist auch das Internationale Olympische Komitee eine
       zwielichtige Organisation mit Hang zur Doppelmoral. Am Donnerstag hat es
       den ukrainischen Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch doch tatsächlich
       [3][von den Winterspielen in Norditalien ausgeschlossen]. Warum? Weil er
       dort einen Helm mit Bildern von Sportkollegen getragen hat, die Russland im
       Krieg getötet hatte. Aus der Ukraine hieß es: „Zukünftige Generationen
       werden dies als einen Moment der Schande in Erinnerung behalten“.
       Repressionsfaktor: 3 von 5.
       
       5 Berichterstattung ist tabu
       
       Auch Julia Klöckner trug einen Helm, als sie am Donnerstag mit der
       israelischen Armee [4][in den Gazastreifen einrückte]. Probelauf als
       Kanzlerin? Schützenhilfe für Annexionspläne? Who knows. Wenn die Presse mit
       in den Küstenstreifen dürfte, wüssten wir mehr. Repressionsfaktor: 5 von 5.
       (sah)
       
       14 Feb 2026
       
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