# taz.de -- 
       
       1 Berlin braucht Salz
       
       In Berlin ist Winter, der kälteste seit 16 Jahren. Das allein ist noch
       keine Nachricht, und sowieso gibt es ja noch andere Städte – warum verlasst
       ihr nicht mal eure Hauptstadtjournalist*innenbubble und schaut
       nach Dinkelsbühl, Füssen oder wenigstens Mainz, mögen Sie jetzt fragen.
       Nun, wir kommen hier gerade nicht weg. Stattdessen schlurfen wir über
       vereiste Gehsteige zum Schienenersatzverkehr und spielen
       Gelenkfraktur-Quartett mit Röntgenbildern. Und alles nur, weil in dieser
       Weltstadt [1][nicht ordentlich gesalzen werden darf]. Geschmacklos. Danke,
       Wegner!
       
       2 Auch Pinguine sind Drinnis
       
       Jedenfalls bei Temperaturen um die 18 Grad. So kalt war es vergangene Woche
       in New York City, ein heftiger Wintersturm trieb selbst die
       südafrikanischen [2][Brillenpinguine des Long Island Aquarium ins
       Innengehege]. Anders als ihre arktischen Verwandten sind die vom Aussterben
       bedrohten Vögel nämlich eher gemäßigtes bis warmes Klima gewöhnt. Auch
       andere Tiere haben mit den Minusgraden zu kämpfen: In Florida fielen
       Leguane in Schockstarre von den Bäumen und Seekühe versammelten sich im
       aufgewärmten Wasser vor einem Kraftwerk. Na dann, fröhliches Planschen!
       
       3 Nachbarschaftlichkeit hilft
       
       Deutlich zu kalt war es am vergangenen Dienstag auch in Kuba. [3][Zum
       ersten Mal in der Geschichte des Landes] wurden dort 0 Grad gemessen. Das
       Wetterzentrum von Matanzas meldete frostige Felder. Die heftige Kälte
       trifft den sozialistischen Karibikstaat in einem fragilen Zustand, viele
       Menschen leiden unter der Wirtschaftskrise, Stromausfällen und
       US-Sanktionen. Die für den Temperatursturz verantwortlichen Polarluftmassen
       kamen übrigens auch aus Nordamerika. Gut, dass Mexiko für ein wenig
       nachbarschaftliche Wärme sorgte, und Hilfslieferungen anbot.
       
       4 Im Südpazifik liegt Schnee
       
       Die französische Marine hat vor Französisch-Polynesien ein Schiff mit
       [4][4,25 Tonnen Kokain] beschlagnahmt. Die Fracht sei auf hoher See und
       außerhalb des Meeresschutzgebiets des Inselstaats zerstört worden. Laut UN
       hat der Schmuggel von Kokain und Crystal Meth über den Pazifik stark
       zugenommen. Wir empfehlen fürs kurze High dann doch lieber eine
       Schlittenfahrt.
       
       5 Es gibt nur ein Eis in Italien
       
       Null Bock auf ICE haben auch viele Mailänder*innen. Nachdem bekannt wurde,
       die gewaltbereite US-Einwanderungsbehörde wolle zu den Olympischen
       Winterspielen anreisen, kam es zu Protesten. Auch Italiens Außenminister
       Antonio Tajani zeigte sich irritiert. Ob sich ICE nun tatsächlich in
       Italien blicken lässt, blieb bis zum Redaktionsschluss unklar. Klar ist
       hingegen: Es kann nur ein Eis in Italien geben – und das heißt natürlich
       Gelato. (lhi)
       
       7 Feb 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /!6151405&SuchRahmen=Print
 (DIR) [2] https://www.youtube.com/shorts/-t_nf6wSsa0
 (DIR) [3] https://www.derstandard.de/story/3000000307066/auf-kuba-hat-es-null-grad
 (DIR) [4] https://www.reuters.com/world/americas/french-navy-intercepts-boat-with-cocaine-caribbean-2026-02-05/
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Lin Hierse
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA