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       1 Washington liegt im Nirwana
       
       Trump makes Straßenprotest great again. Auch 19 buddhistische Mönche und
       ein Hund sind derzeit im Namen des Friedens unterwegs. Vom texanischen Fort
       Worth aus gestartet, wollen sie 3.700 Kilometer quer durchs Land bis in die
       Hauptstadt latschen. Ja, genau, zu Fuß! Derzeit werden sie von
       Friedensbewegten in North Carolina begeistert und tränenreich begrüßt.
       Obwohl sie betonen, keine politische Agenda zu haben, sollten die Mönche
       mit ihrer Botschaft des Mitgefühls, der Toleranz und der Vielfalt auf ihrem
       winterlichen Marsch aufpassen: Es könnte ICE geben.
       
       2 K-Pop ist politisch
       
       Ein wenig südlicher sorgen ebenfalls große Gefühle für viele Tränen. Die
       Welttournee der koreanischen Boyband BTS steht an, doch in Mexiko, einer
       der größten Fanbases, sind nur drei Konzerte geplant. Eine Million Fans
       reißen sich um 150.000 Sitze und beklagen Wucherpreise. Nun hat Präsidentin
       Claudia Sheinbaum sich eingeschaltet. Sie bat den südkoreanischen
       Premierminister schriftlich um mehr BTS-Auftritte in ihrem Land. Steckt die
       Ticketmafia dahinter? Oder nimmt hier eine Politikerin zur Abwechslung mal
       junge Leute ernst?
       
       3 Melania floppt
       
       Weniger Andrang sieht man derzeit bei der anlaufenden Kinodoku „Melania“.
       Obwohl Amazon 75 Millionen US-Dollar in den Film über die
       US-Präsidentengattin investierte, trifft er kaum auf Interesse. In UK
       wurden bislang weniger als zwei Tickets pro Vorstellung verkauft. Dass die
       rechtskonservative Zielgruppe sich für Frauen als main character nicht
       sonderlich interessiert, dürfte das Amazon-Management einkalkuliert haben.
       Man kann also annehmen: Der Deal Politpropaganda gegen Trumps Gunst wird
       sich am Ende wohl für die Bezos und die Trumps auszahlen.
       
       4 Männer passen Frauen
       
       Mehr Interesse erwarten Frauen demnächst in Brasilien. Denn 2027 findet
       hier die Frauenfußball-WM statt. Am Mittwoch stellte die Fifa das Logo und
       den Claim („Go Epic“) vor. Bei der Show in Rio saßen männliche
       Sportlegenden wie Cafú, Ronaldo oder Pepe kamerawirksam in der ersten
       Zuschauerreihe. Was die Fifa damit meint: Ohne männlichen Blick kein main
       character. 
       
       5 Duolingo ist ein Ally
       
       Beim Football ist Reichweite garantiert. Den Superbowl schauen sich
       weltweit bis zu 200 Millionen Menschen an, auch wegen der Halbzeitshow.
       Diesmal tritt der Trump-kritische puertoricanische Rapper Bad Bunny auf,
       und zwar auf Spanisch. Damit die fremdsprachlich limitierten
       Angloamerikaner der Show folgen können, hat die Lern-App Duolingo eigens
       eine Einheit programmiert: Spanisch mit Bad Bunnys Lines. Tja, Leute,
       Bildung is resistencia! (sny)
       
       31 Jan 2026
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Sunny Riedel
       
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