# taz.de -- taz🐾lage: Immerhin, der Rüstungsindustrie geht’s gut
       
       Die gute Nachricht des Tages sei, sagt die Kollegin aus dem
       Wirtschaftsressort trocken in der morgendlichen Frühkonferenz am
       Donnerstag, dass es der deutschen Rüstungsindustrie doch einigermaßen gut
       gehe. Allgemeine Heiterkeit am Konferenztisch, denn es ist ja so:
       Eigentlich ist das alles überhaupt nicht zum Lachen gerade.
       
       Alles, also die Weltlage, gestaltet sich nämlich gerade so, dass man gar
       nicht genau weiß, über was man sich zuerst und am meisten gruseln soll: die
       Brutalität, mit der das iranische Regime gegen die eigene Bevölkerung
       vorgeht? Die Unverfrorenheit, mit der ein US-Präsident glaubt, er kann sich
       alles und auch jede*n Grönländer*in kaufen? Oder, ach ja, Venezuela, da
       war ja was, amerikanischer Imperialismus 2.0. In Gaza schlafen die Menschen
       übrigens immer noch im Dreck, in der Ukraine ist selbstverständlich auch
       noch Krieg, zerbombte Infrastruktur und außerdem minus 15 Grad. Und die
       deutsche Wirtschaft – na ja, wir durchschreiten tapfer eine Talsohle,
       vorwärts immer, oder so ähnlich.
       
       Jedenfalls: Für die Frühkonferenz muss man bei uns dieser Tage gut
       gefrühstückt haben (oder vielleicht gerade nicht, wem selbiges tendenziell
       schnell wieder hoch kommt). Und ein bisschen Galgenhumor ist auch nicht
       schlecht, denn dass man mit Waffen gerade so viel Kohle machen kann, ist
       natürlich eigentlich zum Croissant-auskotzen.
       
       Der Themenchef bittet schließlich um Konzentration am Konferenztisch, man
       müsse auch noch über die chaotische Wahl in Uganda sprechen. Und das Inland
       macht übrigens etwas über den Kampf gegen AfD-Nazis im Osten. Wir hoffen,
       Sie haben heute gut gefrühstückt. (akl)
       
       16 Jan 2026
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Anna Klöpper
       
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