# taz.de -- Berlin Warnstreik im öffentlichen Dienst: Einschränkungen an Schulen und Ämtern
       
       > Mittwoch und Donnerstag drohen Ausfälle in Kitas, Schulen, Hochschulen
       > und Behörden. Gewerkschaften wollen vor der nächsten Tarifrunde Druck
       > machen.
       
 (IMG) Bild: Warnstreik im öffentlichen Dienst im Dezember 2025: „Kitas gegen Kürzungen des Berliner Senats!“
       
       dpa | Wegen eines zweitägigen [1][Warnstreiks im öffentlichen Dienst] kann
       es am Mittwoch und Donnerstag zu Einschränkungen in Berliner Kitas und
       Schulen, aber auch in Behörden oder Hochschulen kommen. An Schulen etwa
       kann nach Angaben der Gewerkschaft GEW am Mittwoch Unterricht oder die
       Hortbetreuung am Nachmittag ausfallen. Komplette Schulschließungen seien
       eher nicht zu erwarten, so die GEW. Viele Lehrkräfte sind verbeamtet und
       dürfen somit nicht streiken.
       
       Bei den Kitas sind nur die kommunalen Einrichtungen betroffen – die aber im
       Gegensatz zu den Schulen über zwei Tage. Der Kita-Eigenbetrieb City etwa
       teilte mit, dass von seinen 58 Einrichtungen am ersten Warnstreiktag eine
       und am zweiten Warnstreiktag zwei komplett geschlossen bleiben. An 14
       beziehungsweise 13 weiteren sei mit Einschränkungen zu rechnen.
       
       Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sind am Mittwoch auch Beschäftigte an
       Hochschulen, im Landeseinwanderungsamt und dem Landesamt für Bürger- und
       Ordnungsangelegenheit zum Ausstand aufgerufen. Das betrifft Angehörige von
       Polizei und Feuerwehr, soweit sie keine Beamten sind.
       Notdienstvereinbarungen stellen sicher, dass die Arbeit dieser Behörden
       insbesondere in Notfällen nicht eingeschränkt ist. Geplant ist an dem Tag
       eine Demonstration vom Bahnhof Friedrichstraße zum Roten Rathaus.
       
       Am Donnerstag rufen Gewerkschaften neben Kita-Beschäftigten Mitarbeiter aus
       den Senatsverwaltungen, Bezirksämtern und Forstbetrieben zum Warnstreik
       auf. In der Folge könnte es zu Einschränkungen etwa in Bürgerämtern kommen.
       Wie groß die Probleme am Ende sind, hängt von der Streikbeteiligung ab.
       
       ## Verhandlungsrunde in Potsdam
       
       Zu den Protesttagen aufgerufen haben neben Verdi und GEW auch die
       Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die IG Bau. Sie wollen damit in der
       [2][seit Anfang Dezember laufenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst
       der Länder Druck machen.] Am Donnerstag und Freitag steht in Potsdam die
       zweite Verhandlungsrunde zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder
       (TdL) und den Gewerkschaften an.
       
       [3][Verdi fordert in den Tarifverhandlungen sieben Prozent mehr Geld im
       Monat, zur Stärkung unterer Lohngruppen mindestens 300 Euro.] Der neue
       Tarifvertrag soll nach Vorstellung der Gewerkschaft zwölf Monate laufen.
       Bei der ersten Verhandlungsrunde am 3. Dezember gab es keine nennenswerten
       Fortschritte. Die TdL, zu der auch Berlin gehört, wies die
       Gewerkschaftsforderung als zu hoch zurück. Sie legte für die
       Arbeitgeberseite zunächst kein eigenes Angebot vor.
       
       Im öffentlichen Dienst Berlins, darunter in Landesverwaltungen, Bezirken,
       Schulen und Hochschulen und Kita-Eigenbetrieben, sind laut Statistikamt mit
       Stand von Mitte 2024 gut 231.000 Menschen beschäftigt. Darunter sind knapp
       68.000 Beamte, die nicht streiken dürfen. In der Regel überträgt Berlin den
       Tarifabschluss für die Landesangestellten auf die Beamten.
       
       13 Jan 2026
       
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