# taz.de -- kritischer außenblick: taz ist top beim Berichten über die Hungerkrise
       
       Wer nicht nur über die reichen Teile der Welt Bescheid wissen will, liest
       am besten – wir haben es ja immer gewusst – die taz: Über den Globalen
       Süden im Allgemeinen und die Hungerkrise im Speziellen berichtet die taz im
       Vergleich besonders viel, zeigt eine von der Otto-Brenner-Stiftung
       finanzierte Medienanalyse des Historikers und Medienforschers Ladislaus
       Ludescher von der Universität Heidelberg.
       
       „Unter den untersuchten Printmedien stellt die taz in vielerlei Hinsicht
       eine Besonderheit dar“, heißt es in der Analyse. „Mit Abstand beschäftigte
       sich die taz unter den untersuchten Printmedien am stärksten mit dem Thema
       Welthunger.“
       
       In der Untersuchung wurde die Berichterstattung im Jahr 2022 von 39
       deutschsprachigen Medien ausgewertet. Im Bereich der Zeitungen ging es um
       folgende: Bild und Bild am Sonntag, Spiegel, taz und wochentaz (bzw. damals
       teils noch taz am Wochenende), Welt und Welt am Sonntag sowie die
       Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.
       
       In fast 18 Prozent der untersuchten Beiträge in der wochentäglichen taz
       ging es um den Globalen Süden, bei der wochentaz waren es 11 Prozent – das
       liegt beides deutlich über den Werten der anderen analysierten Zeitungen.
       
       „Die Artikel über den Welthunger und den Globalen Süden waren in der Regel
       gut recherchiert, erfüllten ein hohes Maß an journalistischer Qualität und
       zeichneten sich durch Hintergrundtiefe aus“, heißt es in der von Ludescher
       durchgeführten Studie.
       
       Wie das im Fernsehbereich besonders gelobte ArteJournal gebe die taz dem
       Globalen Süden genügend Raum, um nicht nur über „Krisen, Kriege,
       Katastrophen und Krankheiten“, sondern ebenfalls über Positivbeispiele zu
       berichten.
       
       Als wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine 2022 deren
       Getreideexporte zurückgingen, habe die taz sich „deutlich stärker auf die
       im Globalen Süden vom Nahrungsmittellieferausfall betroffenen Gebiete“
       konzentriert als andere Medien.
       
       Der von Ludescher errechnete „Hungerthema-Quotient“, also der Anteil des
       Themas Hunger an allen Beiträgen ohne beispielsweise Sport und Werbung war
       mit 0,72 Prozent in der taz deutlich der höchste unter den untersuchten
       Printmedien.
       
       „Mit rund 18 Prozent Anteil des Globalen Südens an den Beitragsseiten wies
       die taz unter den untersuchten Printmedien außerdem mit Abstand die höchste
       Quote auf – etwa 2–3 Mal so hoch wie in anderen Zeitungen“, so der
       Wissenschaftler. Jost Maurin, Susanne Schwarz
       
       Was gegen den Hunger lesen:
       
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       24 Jan 2026
       
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