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       1 Merz weiß es doch auch nicht
       
       Was für eine schöne Woche für Deutschlands SchülerInnen: Mancherorts fiel
       der Unterricht wegen Schneegestöbers ganz aus. Und falls irgendwann doch
       wieder Prüfungen stattfinden, können sich alle bei Unwissenheit auf
       Friedrich Merz berufen. Wenn selbst der Bundeskanzler und unbestritten
       größte Besserwisser der Nation auf die simple Frage nach der Rechtmäßigkeit
       eines Überfalls auf fremde Länder [1][keine Auskunft geben kann], muss
       künftig auch bei „Eins plus eins“ und „Hauptstadt von Deutschland“ als
       Antwort durchgehen, die Aufgabe sei einfach: zu komplex!
       
       2 Berlin hat einen Bürgermeister
       
       Für die meisten Deutschen dürfte es eine neue Nachricht gewesen sein, dass
       ein gewisser Kai Wegner in Berlin regieren soll. Auch die meisten
       BerlinerInnen hatten davon bisher wenig bis nichts mitbekommen. Jetzt
       erfuhren es alle – weil Wegner im ersten wichtigen Moment seiner Karriere,
       als sich endlich mal jemand für seine Tätigkeit interessierte, leider nicht
       regiert, sondern lieber Tennis gespielt hat. Aber er kann nichts dafür. Die
       Einschätzung, [2][was man als Regierender mit Wiederwahlabsichten bei einem
       Stromausfall im Winter schlauerweise tun sollte], um frierenden WählerInnen
       wenigstens kurz Empathie zu zeigen, war offenkundig: zu komplex!
       
       3 Es gibt mehr Gruppen als Vulkane
       
       Wenn Wegner über seinen politischen Blackout stürzt und wenn es wirklich
       eine der sogenannten [3][Vulkangruppen] war, die den Stromausfall auslöste,
       bekommen gewalttätige Linksradikale erstmals einen Erfolg beschert. Einen,
       von dem sie wohl selbst nie träumten. Was sie eigentlich bezweckten, ob es
       ihnen beim Abschalten von Strom für Pflegeheime um den Kampf gegen den
       Imperialismus oder speziell um das Artensterben ging, ist auch nach Lektüre
       der Bekennerschreiben wirklich: zu komplex!
       
       4 Heidenreich bleibt Heidenreich
       
       Wer schon lange wissen wollte, was Elke Heidenreich so treibt, wurde jetzt
       erlöst. Sie hat monatelang ausgiebig Reels geguckt, also „Schnipselvideos“,
       wie die Bestsellerautorin in der [4][SZ] mitteilte, um fortzufahren: „Ich
       möchte der Welt auch mitteilen, was ich da gesehen habe.“ Nämlich ganz viel
       Promiquatsch und unerwünschte Kochrezepte. Ihr Fazit: „Brokkoli ist und
       bleibt scheiße.“ Nur Heidenreich wird als Einzige weltweit niemals: zu
       komplex.
       
       5 Handspiel wird verziehen
       
       Die vorbildliche Zurückhaltung des Bundeskanzlers bei Urteilen über andere
       Länder müsste nun auch endlich zur Versöhnung Deutschlands mit Spanien und
       dem Schiedsrichter im EM-Viertelfinale führen. Auch für das blödsinnige
       Gepfeife gegen Cucurella gibt es keinen Grund mehr. Die rechtliche
       Einordnung seines Handspiels war einfach: außerordentlich komplex! (lkw)
       
       10 Jan 2026
       
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 (DIR) Lukas Wallraff
       
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