# taz.de -- Personenführung #215 Dieter Schwengler: Unser kommunikativer Keksbringer
       
       > Neuer Kopf der Anzeigenabteilung: Über einen, von dem man wohl zunächst
       > nicht gedacht hätte, er würde mal Anzeigen bei der taz verkaufen. Und
       > genau deswegen ist er hier so richtig.
       
 (IMG) Bild: Mag die taz, weil sie ihren Leser*innen und Genoss*innen gehört
       
       [1][aus der taz] | Die taz hat vom ersten Tag ihres Erscheinens nie
       wesentlich auf das Geschäft mit Annoncen gesetzt – im Unterschied zu allen
       anderen Zeitungen. Und doch sind wir stark im Anzeigengeschäft: Zu unserem
       Portfolio gehören Unternehmen aus dem Öko- oder Kulturbereich, andere
       Genossenschaften, NGOs oder Firmen, die darauf Wert legen, in dieser linken
       Publikation auf sich werblich aufmerksam zu machen.
       
       Die Anzeigenabteilung hat seit vorigem Herbst einen neuen Kopf: Dieter
       Schwengler, geboren 1977 im rumänischen Timișoara, eine Ansiedlung der
       Banater Schwaben, aufgewachsen im dörflichen Kleinbetschkerek und in
       Niederbayern, was man ihm so gar nicht anhört.
       
       ## Von Schülerzeitung zur taz (Kekse inklusive!)
       
       Dann folgt ein eher typisch tazziger, nicht luftschnittiger Lebensweg,
       gestartet mit der „klassischen“ Journalistenkarriere, nämlich als
       Chefredakteur der Schülerzeitung Botschamperl, danach ein Studium in
       Mannheim, Politik-, Medien- und Kommunikationswissenschaft plus Anglistik.
       An der Universität war er auch Chefredakteur, hier der Hochschulzeitung
       Basta. Dort merkte er, Lust am Organisieren zu haben, und so ging es in
       Richtung Medienmanagement.
       
       Jahre des Dozentendaseins folgten, hier kultivierte er seine Lust an
       Sozial- und Geisteswissenschaften, Lektüre der Texte von Niklas Luhmann
       („schön sperrig, aber lohnenswert“, wie er sagt).
       
       So landet man nicht im Vertriebsbereich der Medienwirtschaft, aber so
       geschah’s bei ihm. Und weil dieser neue Kollege so kommunikativ, klar und
       zur Adventszeit obendrein von seiner Mutter gebackene Kekse parat hält, ist
       er nun in seinen Job des Anzeigenverkaufs bei der taz prima
       hineingewachsen.
       
       Er liest und hört gern analog, schätzt in Berlin die vielen Musikclubs. Und
       er glaubt fest an diesen Satz aus der HipHop-Kultur: „You got to have
       style, and learn to be original!“ – etwa: Lern', dein eigenes Original zu
       sein!
       
       Bei der taz, sagt er, „bin ich glücklich, weil hier ein mutiges und
       optimistisches Geschäftsmodell mit Blick nach vorne gelebt wird. Man guckt
       nicht wehmütig zurück, weil diese Zeitung sich auf unabhängigen, kritischen
       und jungen Journalismus verlassen kann. Der möglich ist, weil die
       Genoss*innen und die Leser*innen die Macht haben.“
       
       Er bleibt uns – herzlich willkommen!
       
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       15 Jan 2026
       
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