# taz.de -- taz🐾lage: Happy End, übrigens: Die Nikoläuse sind gehackt
       
       Wir müssen uns an dieser Stelle noch bedanken: Nachdem wir vor einigen
       Tagen hier unser Leid klagten, dass die Redaktion zum Nikolaus in diesem
       Jahr wohl keine Schokoladenpräsente wie sonst auf die Schreibtische
       gestellt bekommen würde, weil [1][der zuständige Versandhändler einer
       Hacker-Attacke zum Opfer fiel,] es also maximal ein paar schrumpelige
       Mandarinen geben würde, da gab es tatsächlich Leserinnenpost.
       
       „Liebe tazzler*innen, mit großem Bedauern habe ich eben die heutige
       taz-Lage gelesen und erfahren, dass ihr dieses Jahr zum Nikolaustag wohl
       nicht mit Schoko-Nikoläusen rechnen könnt. Ihr habt mein ganzes
       Mitgefühl!“, schrieb die Leserin am Vorabend des 6. Dezember. Und weil sie
       kein Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Post habe, und sonstige
       Lieferdienste „wegen der dort herrschenden Ausbeutungsverhältnisse“
       boykottiere (dem heiligen Nikolaus hätte das gefallen!), schicke sie nun
       eben eine digitale Umarmung, mit herzlichen Grüßen. Auf dem Foto im Anhang
       war ein Schoko-Nikolaus vor einem Tannenzweig auf weihnachtlicher Serviette
       drapiert.
       
       Das hat uns natürlich gefallen: Allzu viel Nächstenliebe begegnet uns in
       unserem Nachrichtenalltagsgeschäft hier nämlich nicht, noch nicht einmal an
       Weihnachten. Am schönsten fanden wir aber die Betreffzeile der
       Leserinnenpost: Gehackte Nikoläuse.
       
       Happy End, übrigens: Die Nikoläuse sind immer noch gehackt, aber anders –
       inzwischen stehen sie tatsächlich mit abgebissenen Köpfen hier in der
       Redaktion herum. Der Schoko-Hersteller konnte wieder liefern. Und es gab
       übrigens keine einzige Mandarine in diesem Jahr.(akl)
       
       16 Dec 2025
       
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