# taz.de -- Leibesübungen im Zeichen der taz: Blut, Schweiß und Freudentränen
> Zauberhaft verlieren kann nicht nur der Panter FC. Herausragende
> Fehlleistungen – aber auch kleine Triumphe – feierte die taz in diesem
> Jahr auch beim Laufen, Kegeln und Segeln.
(IMG) Bild: Aufstellungschaos gibt's beim Panter FC natürlich nur beim Gruppenfoto, niemals auf dem Platz
[1][Aus der taz] | Achtung, das ist eine Gewinnwarnung! Im Jahresbericht
des taz Panter FC ist in diesem Jahr ein echter Sieg enthalten. Nicht nur
drei geschenkte Punkte, weil ein Gegner nicht antrat, wie es 2024 der Fall
war. Nein, diesmal haben die leidgeprüften Zeitungskicker*innen
wirklich aus eigener Kraft und im Schweiße ihres Kampfgewichts gewonnen – 1
von 15 Saisonspielen in der Medienliga!
Von dieser glorreichen Saison werden die Panter also noch ihren Urenkeln
stolz erzählen: Ach, wenn ihr das damals gesehen hättet, [2][wie wir die 11
Freunde weggefegt haben]! Also Leute, die sich professionell und
hauptberuflich mit Fußball beschäftigen – wenn auch nur theoretisch.
Entsprechend groß war die Freude nach dem 4:3-Sieg der Panter. Ja, es
flossen Tränen – und Blut. Weil alle alles gegeben hatten, sogar Nasen,
die dem Ball in die Quere kamen. Egal, es war so schön und so was von
verdient.
Denn auch in den anderen 14 Spielen war durchaus mehr drin – nur nicht im
gegnerischen Tor. Ja, wirklich. Spielerisch und taktisch haben sich die
Panter in diesem Jahr deutlich gesteigert. Es gab zwar wieder genauso viele
Niederlagen, aber die meisten waren knapper. Was sich auch in der Statistik
niederschlägt: Obwohl die Panter wieder unangefochten Tabellenletzter
wurden, kassierten sie weniger Gegentore (56) als Correctiv (72) und zwei
weitere Medienligateams! Auf dieser Abwehrleistung lässt sich aufbauen.
Aber auch die Offensive kommt immer besser in Gang. Es wurden erheblich
mehr Chancen herausgespielt. Jetzt müssen sie nur noch verwandelt werden.
Cheftrainer Pascal Beucker feilt bereits an einer neuen Taktik. Und alle
Panter träumen auch in der Winterpause wieder vom vorletzten Platz im
nächsten Jahr.
## Wer zu spät kommt ...
Es war sicher kein Zufall, dass Albert Camus Fußballfan war. Sonst wäre er
sicher nie auf den Gedanken gekommen, dass man sich Sisyphos als
glücklichen Menschen vorstellen sollte. Aber zauberhaft verlieren kann man
natürlich auch in anderen Sportarten. Besonders eindrucksvoll ist dies am
6. Dezember einem taz-Leichtathletik-Quartett beim Nikolauslauf rund um den
Berliner Schlachtensee gelungen – einem sogenannten Achtelmarathon über
immerhin 5,6 Kilometer. Die Vier wollten beim Staffellauf teilnehmen, um
den Ruhm der taz zu mehren, scheiterten aber bereits vor dem Start. Sie
erschienen leider zu spät zur Anmeldung. Kluger Move: So konnten sie nicht
Letzter werden.
Zur Strafe für den versäumten Teamwettkampf mussten die taz-Läufer*innen
einzeln antreten – und taten es mit Bravour. taz-eins-Ressortleiterin Anna
Klöpper landete wie schon beim Kreuzberger Viertelmarathon in der
Spitzengruppe. Auch Ressortkollege Marvin Kalwa und Auslandschefin Barbara
Oertel schafften es ins Ziel.
Eine starke Leistung, die auch Harriet Wolff gelang, womit die
Wahrheit-Ikone taz-Sportlerin des Jahres wurde – weil sie wie
wochentaz-Mehrzweckwaffe Jens Uthoff (Fußball/Marathon) gleich in zwei
Disziplinen reüssierte: beim Nikolauslauf und beim Weihnachtskegeln von taz
eins. Dort traf Wolff mit spektakulärer, beidhändiger Von-oben-Wurf-Technik
als einzige Teilnehmerin acht Kegeln.
## Die Kunst des Scheiterns
Noch besser ist die taz beim Segeln. Das Team um Asienredakteur Sven Hansen
gewann sogar schon mal den deutschen Medien-Cup! In diesem Jahr nahm die
Skipper-Legende mit einem früheren Panter-Workshop-Teilnehmer aus Myanmar
und einem Kollegen vom Tagesspiegel an der WM der H-Boot-Klasse in
Österreich teil. Leider war jedoch die meiste Zeit Flaute. Erst als Hansens
Team schon seine Sachen zusammengepackt hatte, weil es nach Hause musste,
kam endlich Wind auf, und es konnten doch noch drei Rennen gesegelt werden.
Aber da hatten die taz-Segler sich schon auf dem Heimweg gemacht.
Glückwunsch auch zu dieser ehrenwerten Niederlage, die sogar Sisyphos
neidisch machen würde!
So viel fröhlicher Misserfolg spornt an. Wie man hört, werden immer mehr
Sportarten fleißig betrieben, damit wir im nächsten Jahr von noch mehr
spannungsgeladenen Turnieren mit taz-Beteiligung berichten können. Weit
vorn im Trainingsstadium sind Klettern, Basketball, Minigolf und Yoga,
wobei Letzteres den unschlagbaren Vorteil hat, meist ohne Wettbewerb und
damit ohne Verlierer ausgeübt zu werden.
15 Dec 2025
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## AUTOREN
(DIR) Lukas Wallraff
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