# taz.de -- +++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: Trump fordert NATO zum Ölstopp gegen Russland auf
       
       > Donald Trump will neue US-Sanktionen gegen Russland erst genehmigen, wenn
       > die NATO auf Öl aus Russland verzichtet und hohe Zölle gegen China
       > erhebt.
       
 (IMG) Bild: Donald Trump stellt der NATO Bedingungen für weitere Russlandsanktionen
       
       ## Trump fordert Kaufstopp für russisches Öl von Nato-Partnern
       
       US-Präsident Donald Trump hat [1][weitere Russland-Sanktionen der
       Vereinigten Staaten] daran geknüpft, dass alle Nato-Staaten hohe Zölle auf
       chinesische Importe erheben und kein russisches Öl mehr kaufen. „Ich bin
       bereit, wesentliche Sanktionen gegen Russland zu verhängen, wenn alle
       Nato-Länder sich einigen und beginnen, das Gleiche zu tun und wenn alle
       Nato-Länder aufhören, Öl von Russland zu kaufen“, schrieb Trump auf seiner
       Online-Nachrichtenplattform Truth Social. Dies helfe, diesen „tödlichen,
       aber lächerlichen Krieg“ zu beenden – zusammen damit, dass die Nato
       geschlossen Zölle von 50 Prozent bis 100 Prozent auf Importe aus China
       erhebt. Diese würden dann aufgehoben, wenn der Krieg zwischen Russland und
       Ukraine ende. China habe große Macht in Bezug auf Russland und diese Zölle
       würden diese Kontrolle aufbrechen, meinte der Präsident.
       
       Trump soll schon mehrfach europäischen Ländern ihre Ölgeschäfte mit
       Russland vorgehalten haben. Vor rund zwei Wochen soll der Republikaner laut
       mehreren Medien in einem Telefonat gefordert haben, die Ölgeschäfte zu
       beenden, weil Russland damit seinen Krieg gegen die Ukraine finanziere.
       Zudem soll er Druck der Länder auf China gefordert haben.
       
       Die EU hat die Einfuhr russischen Öls zwar weitgehend verboten, lässt aber
       für Ungarn und die Slowakei Ausnahmen zu. (dpa)
       
       ## Prinz Harry besucht Unabhängigkeitsplatz in Kiew
       
       Mit einem Besuch am Unabhängigkeitsplatz in Kiew hat Prinz Harry (40)
       seinen überraschenden Besuch in der Ukraine beendet. Am
       Unabhängigkeitsplatz legte er bei einer Gedenkstätte einen Kranz nieder, um
       ukrainische Veteranen zu ehren, wie die britische Nachrichtenagentur PA
       berichtete.
       
       Im Zuge seines Besuchs in der ukrainischen Hauptstadt nahm er demnach auch
       an einer Podiumsdiskussion im Nationalen Museum der Geschichte der Ukraine
       im Zweiten Weltkrieg teil. Auf die Frage nach einem Ratschlag für Menschen,
       die den Militärdienst verlassen und die Kameradschaft vermissen könnten,
       sagte Harry laut PA: „Manchmal wird man sich verloren fühlen, als fehle
       einem der Zweck, aber egal wie dunkel diese Tage auch sein mögen, es gibt
       Licht am Ende des Tunnels.“
       
       Nach dem „Licht am Ende des Tunnels“ müsse man nur suchen, ist sich Harry
       sicher. Es werde immer jemanden geben, dem man sich anvertrauen kann.
       Harry, der mit seiner Frau Meghan und den Kindern in den USA lebt und
       dessen Verhältnis zur britischen Königsfamilie nach wie vor als zerrüttet
       gilt, hat selbst zehn Jahre lang in der britischen Armee gedient. (dpa)
       
       ## Russland meldet Einnahme weiterer Ortschaft in Region Dnipropetrowsk
       
       Die russische Armee hat nach eigenen Angaben eine weitere Ortschaft in der
       [2][ukrainischen Region Dnipropetrowsk] eingenommen. Das
       Verteidigungsministerium in Moskau meldete am Samstag die Einnahme des nahe
       der Grenze zur benachbarten ostukrainischen Region Donezk gelegenen
       Nowomykolajiwka.
       
       Die Nachrichtenagentur AFP konnte die Angaben zunächst nicht verifizieren.
       Das der ukrainischen Armee nahestehende Portal für militärische Analysen
       „DeepState“ erklärte, die Ortschaft befinde sich weiterhin unter
       ukrainischer Kontrolle. (afp)
       
       ## Russische Truppen schleichen durch Tunnel nach Kupjansk
       
       Die Kämpfe um die Frontstadt Kupjansk im Osten der ukrainischen Region
       Charkiw nehmen nach Angaben von Militärbeobachtern an Schärfe zu.
       Russischen Soldaten sei es gelungen, in kleinen Gruppen durch eine
       unterirdische Röhre in die Stadt einzudringen, berichten die Experten des
       militärnahen Blogs „Deepstate“. Es ist nicht das erste Mal, dass Moskau
       diese Taktik für seine Vorstöße einsetzt.
       
       Kupjansk ist ein strategisch wichtiger Verkehrsknotenpunkt, der am Fluss
       Oskil liegt. Der Fluss selbst dient als Barriere gegen das Vordringen
       russischer Truppen. Allerdings ist es dem russischen Militär an einigen
       Stellen bereits gelungen, ihn zu überwinden. Mithilfe der Röhre, die einen
       Eingang am Ostufer des Flusses besitzt, verstärkt das Militär nun seinen
       Brückenkopf am Westufer.
       
       Der Weg durch die Röhre nehme vier Tage in Anspruch, allerdings erlaube er
       es den Russen, ohne größere Verluste das andere Ufer zu erreichen, warnt
       „Deepstate“. Der Ausgang ist zwar nicht direkt in der Stadt, es gebe dort
       aber schon einzelne russische Positionen, die etwa für den Start von
       Drohnen genutzt würden. (dpa)
       
       13 Sep 2025
       
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