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## Satirefreiheit
„Rassistischer Müll“, „menschenverachtend“, „Ich schäme mich für die taz“:
Die Social-Media-Kanäle der taz laufen gerade voll mit harter Kritik an
einer fiktiven Reportage auf der Wahrheit-Seite. Thema der Satire auf der
Satireseite: ein Text über einen vermeintlichen „Gaza-Erlebnispark“ in der
Lüneburger Heide. Das machte viele Menschen wütend. Auch in der
taz-Redaktion gab es zum Teil harte Kritik. Shitstorms, wie sie häufig beim
emotional aufgeladenen Thema Gazakrieg aufziehen, sind eine enorme
Herausforderung für unsere Social-Media-Redaktion, die alle Reaktionen auf
den Text moderieren muss. Vielen Dank, liebe Kolleg*innen! Als
Wahrheits-Redaktion möchten wir aber trotzdem feststellen: Ziel dieser
Satire sind eindeutig die Protestformen und Protagonisten der deutschen
Propalästinaszene. Aufs Korn genommen werden Antisemitismus,
Selbstgerechtigkeit dieser Personen und Protestvermarktung – alles im
erzählerischen Rahmen eines fiktiven Gaza-Erlebnisparks. Das tatsächliche
und grauenhafte Geschehen in Gaza wird im Text nicht geschildert und nicht
bewertet. Dass der Text palästinensische Kriegsopfer und Zivilist*innen
oder das Leid der israelischen Geiseln in Gaza verhöhnt, ist aus unserer
Sicht nicht zutreffend und nicht beabsichtigt. Für uns bleibt dieser
sarkastische Text, den manche Menschen als geschmacklos empfinden mögen,
deutlich im Bereich des satirisch Erzählbaren sowie der Presse- und
Kunstfreiheit.
Christian Bartel und Harriet Wolff (taz Wahrheit)
23 Sep 2025
## AUTOREN
(DIR) Christian Bartel
(DIR) Harriet Wolff
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