# taz.de -- herzensort: Dä Träffpunkt am Barfi
Die guten alten Werbesprüche: Das angepriesene Produkt oder die
Dienstleistung hält fast nie dem Marktschreierinhalt stand. Verhält es sich
anders, kommt Freude auf. So geschehen unlängst in der unschweizerischsten,
weil lockersten, kleinen Schweizer Großstadt, die da heißt Basel, gelegen
quasi in Frankreich und Deutschland.
In Basel, wo am Sonntag übrigens Frauen-EM-Finale ist, überkam mich
Appetit, ja nachgerade Hunger. Jedoch: alles extremst teuer. Wie hüpfte
mein Herz da, als ich zufällig die Brötlibar betrat, „dä Träffpunkt am
Barfi“, dem Barfüsserplatz. Nicht weniger als 34 verschiedenst belegte
Weißbrotscheibchen (nein, nicht Scheißbrotweibchen, sorry, alter
Familienwitz), also Toast mit ordentlich lecker was drauf, lässt sich dort
ex appetitlicher Vitrinen wählen und am schlichten Tresen mit lokaler
Aussicht oder gleich zu Tisch verzehren. Für insgesamt unter 15 Franken
genoss ich „Brötli“ mit „Spargeln“, an „Zibele mit Thonmousse“ und
„Feuerbrötchen scharf“. Leider ist der Name „Basler Läckerli“ schon für
Lebkuchen vergeben. Fazit: Das Brötlibar-Motto – „Wir bedienen Sie gerne.
Sie merken das!“ – stimmt. Harriet Wolff
26 Jul 2025
## AUTOREN
(DIR) Harriet Wolff
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