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       1 Trump will aufsteigen Der US-Präsident sieht sich offenbar zu noch
       Höherem berufen. Auf die Frage einer Journalistin nach seinem Favoriten für
       die Nachfolge des verstorbenen Franziskus, sagte er jüngst: „Ich wäre gern
       Papst. Das wäre meine erste Wahl!“ Mal abgesehen davon, dass er nicht
       katholisch ist, passt der 78-Jährige ins Amt wie Arsch auf Heiliger Stuhl:
       Allmachtsanspruch, Huldigungstermine en masse, auch ein Golfparcours im
       Garten des Castel Gandolfo wäre vorstellbar. Und die Mehrheit im Konklave
       lässt sich notfalls auch ohne Musk organisieren. Mal sehen, ob am Ende
       orangefarbener Rauch aufsteigt.
       
       2 Selig sind die Toten Nur neun Tage nach dem Ableben des Papstes hat sich
       auch die brasilianische Nonne Inah Canabarro Lucas aus dem Diesseits
       verabschiedet. Mit knapp 117 galt sie als ältester Mensch der Welt. Noch zu
       ihrem 110. Geburtstag hatte Franziskus ihr den apostolischen Segen
       erteilt. Der scheint nun abgelaufen zu sein. Wahrscheinlich aber wollte
       sich Schwester Inah einfach einen Papst Donaldus ersparen.
       
       3 MAGA-Fans mögen kein Mathe Ein weiterer Schritt in Richtung Untergang des
       Abendlands hat auf Twitter für Empörung gesorgt. Eine Userin und
       Trump-Anhängerin entsetzte sich über die Nachricht, der US-Bundesstaat
       Michigan wolle die Verwendung arabischer Ziffern zur Voraussetzung für
       einen Schulabschluss machen. „Wtf? Direkt unter unserer Nase? Ich sage
       euch, die wollen uns beherrschen und die USA an sich reißen.“ Wenn das
       Abendland untergeht, dann wegen der Zählungsunfähigkeit seiner Bürger.
       
       4 Prejudice bedroht Pride Untergangsstimmung macht sich auch beim Berliner
       CSD breit: Weil Sponsorengelder in Höhe von 200.000 Euro ausbleiben, stehe
       der Christopher Street Day ab 2026 auf der Kippe, meldet der Verein. Viele
       Firmen mit Sitz in den USA hätten ihre Zahlungen eingestellt, weil die
       Unterstützung von Diversität nicht mehr gewünscht ist. Berlin ohne Pride?
       Das wäre nicht nur arm, sondern maximal unsexy!
       
       5 Der Axolotl gibt nicht auf Lange sah es so aus, als gäbe es für den
       beliebten mexikanischen Schwanzlurch keine Zukunft. Der Axolotl gilt als
       derart gefährdet, dass sein Bestand in freier Wildbahn nur noch auf 50
       Stück geschätzt wurde. Doch nun melden Forscher eine kleine Sensation: 18
       Zuchtexemplare der niedlichen Amphibie, die vor Jahren in den
       Feuchtgebieten vor Mexiko-Stadt ausgesetzt worden waren, hätten überlebt
       und sogar dank Filtersystemen in den Gewässern, der Kooperation örtlicher
       Farmer und letztlich ihrer riesigen Fangemeinde an Gewicht zugelegt.
       Survival of the cutest! (sny)
       
       3 May 2025
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Sunny Riedel
       
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