# taz.de -- taz Talk der taz Panter Stiftung: Die Zukunft des Musikjournalismus
       
       > Im August 2024 gründete das Musikmagazin GROOVE den Verein für
       > Technojournalismus. Welche Rolle spielt der Musik- und Kulturjournalismus
       > im digitalen Zeitalter?
       
 (IMG) Bild: Wie steht es um die Groove – und den Musikjournalismus?
       
       „GROOVE ist ein Magazin, das in einer Zeit erscheint, in der die Nachfrage
       nach Musikinformation immer größer wird“, so steht es in der ersten Ausgabe
       vom Dezember 1989. In den 1990er-Jahren boomt die elektronische Musikszene,
       in den Industriebrachen des Nachwende-Berlins ebenso wie in den Clubs
       Frankfurts.
       
       Thomas Koch, damaliger Chefredakteur der GROOVE, richtet das Magazin früh
       auf House und Techno aus und macht es zu einem zentralen Medium der
       Clubkultur. Fast drei Jahrzehnte lang ist die GROOVE eine der wichtigsten
       Stimmen der Szene – als Kritikerin musikalischer Entwicklungen, als
       Korrektiv der Clubkultur und als Chronistin für Veränderungen in der
       Branche.
       
       In den 2000er-Jahren erlebt das Magazin seine Hochphase: mit bis zu 200
       Seiten und einem Umsatz von 500.000 DM pro Ausgabe. Doch dann beginnen
       schwierige Zeiten: 2018 wird die Printausgabe aufgrund finanzieller
       Schwierigkeiten eingestellt.
       
       Wie steht es um die GROOVE – und den Musikjournalismus? 
       
       2024 folgt ein weiterer Rückschlag: Der Verlag piranha media stellt auch
       die digitale Ausgabe des bekanntesten deutschsprachigen Mediums für
       elektronische Musik ein. Die Redaktion reagiert schnell, gründet den Verein
       für Technojournalismus, finanziert durch die Spendenkampagne GROOVE ON! und
       eine Fundraising-Party im Tresor, und GROOVE wird weiter im Internet
       veröffentlicht.
       
       Wie hat sich die Rezeption von Musikjournalismus in den letzten Jahren
       verändert? Was bedeutet diese Entwicklung für die Szene? Welche neuen
       Player und Formate entstehen? Und welche Relevanz hat Musikjournalismus
       noch für Musiknerds, Labelbetreiber:innen und DJs?
       
       Ein taz Talk der taz Panter Stiftung mit: 
       
       🐾 [1][Alexis Waltz] blickt auf eine 30-jährige Karriere als Musikjournalist
       und -veranstalter zurück und interviewte Größen wie Jeff Mills, Green
       Velvet, Sven Väth oder Moritz von Oswald. Seit 2018 ist er Chefredakteur
       der GROOVE und bringt das Magazin als Vorstand des Vereins für
       Technojournalismus mit 64 Mitstreiter:innen heraus.
       
       🐾 [2][Marie Montexier] ist eine renommierte DJ, fester Bestandteil der
       internationalen Clubszene und legt regelmäßig im Berghain auf. Mit ihrem
       Musiklabel Paryìa gibt sie ihrer künstlerischen Vision eine eigene
       Plattform. Für die taz schrieb sie einen Artikel über [3][Sexismus in der
       elektronischen Musikszene].
       
       🐾 [4][Diana Alagić] ist leider krank und kann nicht an dem Talk teilnehmen.
       Sie wird ersetzt durch:
       
       🐾 [5][Elaine Sobolewski] war Praktikantin bei der GROOVE und konnte dort
       wertvolle Einblicke in die Musik- und Partywelt gewinnen. Ihre Begeisterung
       für die elektronische Musik spiegelt sich nicht nur in ihrer Arbeit,
       sondern auch in ihren regelmäßigen Besuch von Clubs und Veranstaltungen
       wider.
       
       🐾 [6][Julian Weber] hat amerikanische Kulturgeschichte und Literatur in
       München studiert und fand sich als DJ und Journalist im Nachtleben wieder.
       Nach Zwischenstationen in Zürich und Hamburg arbeitet er seit 2009 als
       Musikredakteur bei der taz.
       
       🐾 [7][Moritz Martin] moderiert den taz Talk und ist Initiator des Formats
       lost & found. Über Jahre hinweg prägte er mit verschiedenen Kollektiven die
       elektronische Musikszene in Leipzig und München. Kürzlich gründete er mit
       Maniac das gleichnamige Label. Zudem ist er Projektmanager bei der taz
       Panter Stiftung und Redakteur beim taz lab.
       
       Im Anschluss daran kommt Musik von: 
       
       🐾 [8][Josiane], geboren im Kongo und aufgewachsen in Deutschland, lebt
       heute in Berlin. Sie ist Kuratorin der Radio Show Sugar Machine die bei
       Refuge Worldwide zu hören ist. Außerdem ist sie Host des monatlichen
       Podcasts Private Paradise.fm auf Komrad94.
       
       🐾 [9][Miran N]s musikalische Reise begann 2014 in Köln, als Resident bei
       Psycho Thrill – einem der ältesten und renommiertesten Techno Events
       Deutschlands. Heute ist er fester Bestandteil von PowerPlay, einer Berliner
       Veranstaltungsreihe, die für ihre extravaganten Off-Location-Partys bekannt
       ist.
       
       Beteiligen Sie sich: 
       
       Sie möchten vorab Fragen für diese Veranstaltung einreichen? Oder nach dem
       Gespräch Zuschauer:innen-Feedback geben? Schreiben Sie uns! Wir freuen uns
       auf Ihre Mail: [10][taztalk@taz.de]
       
       13 Mar 2025
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://groove.de/author/alexiswaltz/
 (DIR) [2] https://www.instagram.com/mariemontexier/?hl=de
 (DIR) [3] /Sexismus-in-der-elektronischen-Musikszene/!5885539
 (DIR) [4] https://2024.stadt-nach-acht.de/personen/2778/
 (DIR) [5] https://groove.de/author/elaine-sobolewski/?fbclid=PAZXh0bgNhZW0CMTEAAaZbnl0H_zxkAPsVSJcjEgR-rNjZG0G4B-_GZjDHjWGy39HTrcf1FlIcjd8_aem_y3PR6YwG4rZttEMfoHMbXQ
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       ## AUTOREN
       
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