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 (IMG) Bild: Wie lässt sich Geld drucken? Mit einem Fahrrad auf schwimmenden Ballons dachte sich das Magazin Modern Mechanix and Inventions im Jahr 1932.
       
       Zu Beginn der Coronapandemie – wir erinnern uns: Sehr viele Menschen
       brauchten plötzlich [1][neue Hobbys] und dann war auch noch das Wetter gut
       – gab es einen regelrechten Fahrradboom. Auf einige Ersatzteile, die es
       sonst überall und immer gab, musste man wochen- oder monatelang warten.
       Fahrradläden waren von der Nachfrage überfordert, Hersteller kamen mit der
       Produktion neuer Räder nicht hinterher. In der Industrie herrschte
       Goldgräberstimmung. Die Preise stiegen in dreiste Höhen.
       
       Ähnlich war vielleicht die Vorstellung der Zeichner:innen des Magazins
       Modern Mechanix and Inventions, als sie ihre Ausgabe zum Thema „Ideas for
       making money“ mit einem Meeresfahrrad auf Ballons bebilderten. Inzwischen
       gibt es die Gefährte mit schwimmenden Reifen, wahnsinnig verbreitet sind
       sie allerdings nicht.
       
       Der [2][Boom der herkömmlichen Fahrradläden ist, fünf Jahre nach Beginn der
       Coronapandemie, zumindest gebremst]. Ersatzteile sind wieder halbwegs
       vernünftig verfügbar und bei Kleinanzeigen gibt es mehr als genug
       gebrauchte Fahrräder, die nach der ersten Lockdown-Euphorie vor allem die
       Wand im Wohnzimmer schmücken durften. Auch die Preise von Neurädern
       normalisieren sich langsam wieder. Geld verdienen mit Fahrrädern ist also
       kein Selbstläufer mehr. Vielleicht bräuchte es dafür tatsächlich einen Hype
       um Fahrräder fürs Wasser.
       
       Yannik Achternbosch
       
       11 Jan 2025
       
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