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> Arabisch! Feministisch! Klima! 25 Journalistinnen aus 16
> arabischsprachigen Ländern berichten gemeinsam zwei Jahre lang über die
> Klimakrise in ihrer Heimat
(IMG) Bild: Was heißt Klimakrise auf Arabisch? Die Grafiken der letzten Green Panter Beilage 2022/23 hat die libanesische Illustratorin und Comiczeichnerin Lena Merhej gestaltet
Der Nahe Osten und Nordafrika gehören zu den durch die Klimakrise am
stärksten gefährdeten Regionen der Welt. Durch die Folgen der Klimakrise
erwärmt sich die Gegend im Durchschnitt doppelt so schnell wie der Rest der
Welt. Schätzungen gehen davon aus, dass Teile der Region bereits im Jahr
2050 unbewohnbar sind. Mit weitreichenden Folgen für die Menschen vor Ort,
aber auch für die Weltgemeinschaft.
Die Berichterstattung in den betroffenen Ländern, aber auch die
hierzulande, bildet die Dringlichkeit des Themas allerdings in keiner Form
ab. In den kommenden zwei Jahren will die taz Panter Stiftung dazu
beitragen dies zu ändern und bietet für 25 Journalistinnen aus 16
arabischsprachigen Ländern eine Workshop-Reihe an, die das Ziel hat, die
Klimaberichterstattung nachhaltig zu verbessern.
Dass das Projekt Green Panter damit ganz offensichtlich einen Nerv
getroffen hat, zeigt sich allein schon an der Zahl der Bewerberinnen, die
an der Fortbildung teilnehmen wollten. Insgesamt haben sich rund 330
Journalistinnen beworben. Und zwar aus folgenden Ländern: Algerien,
Ägypten, Irak, Jordanien, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Mauretanien,
Oman, Palästina, Saudi-Arabien, Syrien, Sudan, Tunesien und den Vereinigten
Arabischen Emiraten.
Ausgewählt von einer internationalen Jury von Klimajournalistinnen und
Expertinnen werden sich die 25 ausgewählten Teilnehmerinnen im November in
Kairo treffen und dort gemeinsam mit Journalistinnen der taz und
Vertreterinnen der taz Panter Stiftung das Programm für die kommenden zwei
Jahre entwickeln. Die großen Fragen, um die es gehen wird, sind klar: Wie
hängen die Klimakrise und kriegerische Konflikte zusammen? Wie steht es um
die Energieversorgung? Wie lässt sich die Umweltverschmutzung vermeiden?
Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Klimakrise und Flucht und
Vertreibung? Vor allem aber: Wie begeistert man das Publikum in der
arabischen Welt und in Deutschland und anderen westlichen Ländern mehr für
diese Themen? Veröffentlicht werden die Beiträge der Journalistinnen sowohl
in panarabischen und lokalen Medienhäusern als auch in der taz.
Green Panter baut dabei auf Erfahrungen auf, welche die taz Panter Stiftung
in zwei vorherigen Projekten gesammelt hat, bei denen Journalistinnen aus
dem Irak, dem Libanon und Syrien gefördert wurden. „Aus beiden Projekten
sind vor Ort Initiativen und Verbände entstanden, die bis heute unabhängig
von uns weiter Journalistinnen fördern“, sagt Gemma Terés Arilla, Leiterin
der taz Panter Stiftung, und ergänzt: „Das hat uns Mut gemacht, zum ersten
Mal in unserer Geschichte mit Journalistinnen aus fast allen Ländern der
arabischen Welt zusammenzuarbeiten.“
Über zwei Jahre hinweg werden die Journalistinnen individuell online von
einem speziell für Green Panter zusammengestellten Redaktionsteam, das zum
größten Teil Arabisch spricht, bei ihrer Arbeit an klimarelevanten Artikeln
begleitet. Alle zwei Wochen treffen sich alle 25 Teilnehmerinnen bei
Online-Konferenzen, zu denen internationale Klimaexpertinnen eingeladen
werden und mögliche Kooperationen zwischen Journalistinnen
unterschiedlicher Länder besprochen werden. Die besten Teilnehmerinnen
werden am Ende des Projekts mit dem Green Panter Award ausgezeichnet.
„Green Panter ist definitiv eines der ambitioniertesten Vorhaben der
Stiftung“, sagt Terés Arilla, „aber das ist die gemeinsame Bewältigung der
Klimakrise ja auch.“
Sven ReckerCo-Leiter des Projekts Green Panter
12 Oct 2024
## AUTOREN
(DIR) Sven Recker
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