# taz.de -- Nach Huthi-Angriff auf Tanker: Rotem Meer droht Ölpest
       
       > Ein brennender Öltanker liegt herrenlos vor Anker. Die EU-Marinemission
       > und USA warnen vor einer Havarie, die mit der der „Exxon Valdez“
       > vergleichbar wäre.
       
 (IMG) Bild: Flammen und Rauch steigen vom Öltanker Sounion auf, der seit dem 23. August im Roten Meer brennt
       
       Berlin taz | Nach dem Beschuss des Öltankers „MV Sounion“ vor der Küste des
       Jemen durch die Huthi-Rebellen haben Beobachter:innen mindestens fünf
       Brandherde auf dem Hauptdeck des Schiffs ausgemacht. Die Feuer befänden
       sich nahe an den Luken zu den Tanks, auch die Aufbauten würden brennen,
       berichtet die europäische Marinemission [1][Eunafvor Aspides am Montag bei
       Twitter/X]. Bislang sei noch kein Öl ausgetreten. Das Schiff liegt im Roten
       Meer zwischen Eritrea und dem Jemen vor Anker.
       
       Der Tanker des griechischen Unternehmens Delta Tankers Ltd. mit 150.000
       Tonnen Rohöl an Bord war am Mittwoch vor dem Hafen von Hodeida von drei
       Geschossen getroffen worden. Die Huthi-Miliz berichtete, sie habe Drohnen
       und Raketen auf das Schiff abgefeuert.
       
       Am Samstag hatte ein Sprecher des US-Außenministeriums gewarnt, dass „eine
       Million Barrel“ (umgerechnet rund 56.000 Tonnen) Öl ins Rote Meer fließen
       könnten. Das wäre viermal so viel, wie bei der [2][Havarie der „Exxon
       Valdez“ 1989 vor Alaska] ins Meer gelangt war. Damals waren mehr als 2.000
       Kilometer Küste verseucht worden, Hunderttausende Fische, Seevögel und
       andere Tiere starben als direkte Folge des Unglücks. Der US-Sprecher
       erklärte, die 25 Menschen starke Besatzung der „MV Sounion“ sei zwar von
       Aspides-Leuten evakuiert worden, „doch die Huthis scheinen entschlossen zu
       sein, das Schiff und seine Ladung im Meer zu versenken“.
       
       Auch Aspides warnt: „Alle Schiffe in der Region müssen äußerste Vorsicht
       walten lassen, da die ‚MV Sounion‘ sowohl eine Gefahr für die Schifffahrt
       als auch eine unmittelbare Gefahr für die Umwelt darstellt.“
       
       Die [3][Aspides-Mission] beobachtet die Vorgänge vor Ort. Sie ist eine
       defensive EU-Operation im Rahmen der gemeinsamen Außen- und
       Sicherheitspolitik. Ihr Auftrag, ist es, „die Freiheit der Schifffahrt im
       Roten Meer und im Golf von Aden wiederherzustellen und zu wahren“.
       
       In dem Gebiet [4][verüben die Huthi-Rebellen seit Monaten Angriffe auf
       Handelsschiffe]. Die vom Iran unterstützte und mit der radikalislamischen
       Hamas im Gazastreifen verbündete Miliz handelt eigenen Angaben zufolge „aus
       Solidarität“ mit den Palästinensern, seit Israel und [5][die Hamas nach
       deren terroristischem Überfall vom Oktober 2023] Krieg führen. (mit afp)
       
       26 Aug 2024
       
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 (DIR) [1] https://x.com/EUNAVFORASPIDES/status/1827929798284357737
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 (DIR) [3] /Deutsche-Fregatte-im-Roten-Meer/!5995310
 (DIR) [4] /-Nachrichten-im-Nahost-Krieg-/!6018809
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