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       1 Gläubige fürchten Olympia
       
       Nach der [1][Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele war die Aufregung
       groß]. Eine Szene, die viele an „Das letzte Abendmahl“ erinnerte, triggerte
       Christ:innen vom Vatikan bis nach Moskau. Denn, Gott bewahre: Trans
       Personen waren Teil des Spektakels. Dabei regt Leonardo da Vincis Abendmahl
       seit Jahrhunderten zur Abwandlung an. Unter anderem den Maler Jan van
       Bijlert zu seinem Gemälde „Das Fest der Götter“, das eine Feier auf dem
       Olymp zeigt. Laut Künstler war das die eigentliche Inspiration für die
       Olympia-Performance. Unter den Anhänger:innen des griechischen
       Weingotts Dionysos war aber offenbar niemand beleidigt.
       
       2 Diplomatie geht auch per Selfie 
       
       Eine versöhnliche Geste gab es in Paris bei der Siegerehrung im Tischtennis
       im gemischten Doppel. Nachdem Südkorea Bronze hinter Nordkorea und
       Olympiasieger China gewonnen hatte, entstand auf dem Treppchen ein
       gemeinsames Selfie der südkoreanischen und nordkoreanischen Spieler:innen.
       Das Foto wird die Situation zwischen den Ländern vermutlich nicht
       entschärfen. Herzerwärmend ist es dennoch.
       
       3 Republikaner sind „weird“
       
       Die Demokraten scheinen es aufgegeben zu haben, mit Donald Trump und
       seinen republikanischen Jünger:innen auf einer inhaltlichen Ebene zu
       diskutieren. Stattdessen hört und liest man immer häufiger das kleine
       Wörtchen „weird“, zu Deutsch seltsam, wenn es um die fanatischen
       Anhänger:innen des Ex-Präsidenten geht. Mindestens weird: Trumps Frage,
       ob Kamala Harris überhaupt scharz sei. Schließlich habe sie sich immer als
       indisch bezeichnet und sei erst vor einigen Jahren [2][„schwarz geworden“].
       
       4 Maduro will sich kloppen
       
       Weiter südlich, in Venezuela, trifft „verrückt“ die politischen Zustände
       vermutlich besser als „weird“. Der gerade erst in einer höchst umstrittenen
       Wahl [3][zum Sieger gekürte Präsident Nicolás Maduro], hat Elon Musk zu
       einem Kampf aufgefordert. Zuvor hatte Musk Maduro als „Diktator“ bezeichnet
       und von Wahlbetrug gesprochen. Musk nahm die Herausforderung an. Sollte
       Maduro gewinnen, werde er ihm einen Gratis-Ausflug zum Mars schenken.
       
       5 Baerbock ist bouncy
       
       Falls Bundesaußenministerin Annalena Baerbock einmal „Beef“ mit politischen
       Gegner:innen haben sollte, könnte sie diese zwar vielleicht nicht zu
       einem Faustkampf, dafür aber zum Trampolin-Duell auffordern. Bei einem
       [4][Besuch bei Para-Athleth:innen in Leverkusen zeigte die
       Grünen-Politikerin, was sie aus ihrer Zeit als Leistungssporlerin im
       Trampolinspringen] noch kann. Ob sich allerdings Elon Musk von einem
       Rückwärtssalto und einem Vorwärtsflip mit halber Schraube beeindrucken
       lassen würde? (loga)
       
       3 Aug 2024
       
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