# taz.de -- Psychosoziale Versorgung Studierender: Einsamkeit und Isolation
> Die Folgen der Pandemie und weiterer Krisen belasten viele Studierende
> stark. Das Studierendenwerk fordert mehr Geld für angemessene
> Hilfsangebote.
(IMG) Bild: Einsamkeit, Isolation und Depressionen machen vielen Studierenden zu schaffen
Berlin epd | Das Deutsche Studierendenwerk dringt auf mehr Geld für
psychologische Beratungsangebote für Studierende. „Wir bräuchten zehn
Millionen Euro für die nächsten vier Jahre, um mehr psychologische Beratung
bei den Studierendenwerken möglich zu machen“, sagte der
Vorstandsvorsitzende des Dachverbandes, Matthias Anbuhl, den Zeitungen der
Mediengruppe Bayern (Freitag).
Die jungen Menschen an den Hochschulen seien nach wie vor [1][stark durch
die Corona-Pandemie und deren Folgen geprägt]. Viele Studierende hätten das
klassische Studentenleben nie richtig kennengelernt. „Jetzt, wo es wieder
möglich wäre, tun sie sich damit schwer“, sagte Anbuhl.
Die Nachfrage nach psychosozialen Beratungen sei stark gestiegen, auch die
Themen hätten sich verändert. „Früher ging es um Uni-Themen wie
Prüfungsangst, Zeitmanagement. Heute spielen Themen wie [2][Einsamkeit eine
Rolle, Isolation, depressive Verstimmungen und Depressionen], die Frage
nach dem Sinn des Studiums, ja sogar Suizid-Absichten sind ein Thema“,
sagte Anbuhl.
Die Studierendenwerke hätten viel zu wenige Ressourcen, um die Nachfrage
wirklich zu befriedigen. „Früher hatten wir Wartezeiten von zwei Wochen.
Heute dauert es oft sechs bis acht Wochen, bis eine Beratung möglich ist“,
sagte der Studierendenwerk-Vorstandsvorsitzende. Das sei gerade bei
[3][akuten psychischen Notlagen] nicht hinnehmbar.
26 Apr 2024
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