# taz.de -- die gute nachricht: Die ersten EU-Länder erkennen Femizid als Straftatbestand an
       
 (IMG) Bild: Grafik: Johanna Hartmann, Anna Eschenbacher, Francesca Morini. Quelle: Gesetze der Länder.Fotos: Pexels, Roberto Almeida Aveledo/ZUMA Wire/imago, Alain Pitton/NurPhoto/imago
       
       Unter dem Motto „[1][Ni Una Menos]“, auf Deutsch: „Nicht eine weniger“,
       versammelten sich in Lateinamerika Hunderttausende auf der Straße. Als
       Reaktion auf die Zunahme von Gewalt gegen Frauen, mit oftmals tödlichem
       Ende, forderten die Aktivist:innen ein schärferes Vorgehen gegen
       [2][geschlechtsspezifische Gewalt]. Viele lateinamerikanische Länder
       verschärften bereits in den 2010er Jahren ihre Gesetzgebung. Einige Jahre
       später folgten auch erste Regierungen in Europa: 2021 führte Zypern den
       Femizid als eigenen Straftatbestand ein, 2022 kam Malta dazu.
       
       Durch diese Gesetzesänderungen kann tödliche Gewalt gegen Frauen
       [3][statistisch besser erfasst] und quantifiziert werden. Die Fälle werden
       nicht, wie in Deutschland, als Mord oder Totschlag behandelt, sondern
       eigenständig kategorisiert. Zudem kann sich der geschlechtsspezifische
       Aspekt der Gewalt strafverschärfend auswirken. Im März 2024 folgte mit
       Kroatien das dritte EU-Land. Tätern drohen dort bei einem Femizid bis zu
       vierzig Jahre Haft. Yannik Achternbosch
       
       20 Apr 2024
       
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