# taz.de -- die gute nachricht: Mehr Städte entkriminalisieren Fahren ohne Ticket
       
 (IMG) Bild: Grafik: Anna Eschenbacher, Johanna Hartmann, Francesca Morini. Quelle: Freiheitsfonds. Fotos: stock.adobe.com
       
       Tausende Menschen müssen in Deutschland jedes Jahr ins Gefängnis, weil sie
       in öffentlichen Verkehrsmitteln [1][ohne Fahrschein erwischt werden]. Sie
       werden entweder zu einer Haftstrafe verurteilt – zum Beispiel wegen
       wiederholtem Fahren ohne Ticket – oder müssen eine sogenannte
       Ersatzfreiheitsstrafe antreten, weil sie das Bußgeld von 60 Euro nicht
       bezahlen können. Besonders oft betroffen sind [2][Menschen, die sich das
       Ticket für Bus oder Bahn nicht leisten können]: Wohnungslose, Suchtkranke,
       sehr arme Menschen. Angefangen mit Bremerhaven im Jahr 2012 hat sich das in
       acht Städten bereits geändert. Die Städte erstatten keine Strafanzeige
       mehr, ein Bußgeld muss aber weiterhin gezahlt werden. Dieses Jahr haben
       Karlsruhe und Halle eine entsprechende Regelung eingeführt. Auch
       Bundesjustizminister Marco Buschmann hatte 2022 angekündigt, Fahren ohne
       Ticket zur Ordnungswidrigkeit herabzustufen zu wollen. Passiert ist auf
       Bundesebene aber noch nichts. Katharina Höring
       
       13 Apr 2024
       
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