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 (IMG) Bild: Diese historische Bildpostkarte aus dem Berliner Fentzke-Verlag gehört zur Reihe „Gruß von der Musterung“, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Umlauf war
       
       Frauen lassen sich genüsslich mustern, ziehen in den Krieg und winken Mann
       und Kind fröhlich adieu. So zeigt eine Postkarte zu Beginn des 20.
       Jahrhunderts die „Zukunft des Heeres“ – reine Satire damals. Stand heute?
       Aktuell leisten über [1][24.000 Soldatinnen] ihren Dienst bei der
       Bundeswehr. In Israel sind Frauen genauso Teil der Armee wie Männer. Was
       feministisch anmutet, hat durchaus Tradition: Kampf und Verteidigung waren
       schon im Altertum nicht nur reine Männersache. Die Amazonen, gefürchtete,
       angeblich einbrüstige Kämpferinnen, galten als aggressiv und unabhängig.
       Kein Wunder, dass Männer sich von ihnen in Frage gestellt fühlten: Sie
       waren das Gegenteil von der [2][traditionellen Hausfrau], zogen heroisch in
       den Kampf und sahen dabei auch noch gut aus. Für das Überleben einer
       Gesellschaft ist es äußerst praktisch, wenn auch Frauen in den Kampf
       ziehen. Auch die Popkultur hat die kämpfende Frau längst entdeckt,
       zeitgenössische Serien und Filme, wie „Game of Thrones“ oder „Die Tribute
       von Panem“ sind voll von ihnen. Die Frau an der Waffe ist allerdings weit
       mehr als Fiktion: Kurdische Peschmerga-Frauen kämpfen gegen den
       „Islamischen Staat“, „Ukrainische Walküren“ gehen an die Front, um ihr Land
       zu verteidigen. Sie ziehen in Kriege, die von Männern angezettelt wurden,
       in einer Welt, in der Sexualverbrechen absichtsvoll als Kriegsstrategie
       eingesetzt werden. „Fidele Schießübung“ – not funny. Kampfgeist brauchen
       Frauen damals wie heute. Paola Kaszubowski
       
       23 Mar 2024
       
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