# taz.de -- DLF-Podcast zu multiplen Krisen: Keineswegs erdrückend
       
       > „Schmetterlingseffekt“ präsentiert kreative Lösungsansätze für drängende
       > Probleme unserer Zeit. Unsere allgemeine Überforderung wird dabei
       > mitgedacht.
       
 (IMG) Bild: „Schmetterlingseffekt“, weil kleinschrittige Lösungen große Wirkung entfalten können
       
       Wie können Computerspiele und slowakische Braunbären die Welt verbessern?
       Das erfahren Zuhörer:innen in „Schmetterlingseffekt“, dem neuen Podcast
       vom Deutschlandfunk. Der Gegenwartspodcast nimmt sich den multiplen Krisen
       und Umbrüchen an, die wir aktuell erleben. Kriege, [1][Klimakatastrophe]
       und [2][künstliche Intelligenz] bilden das Programm der ersten paar Folgen.
       
       Das ist keineswegs erdrückend. Denn anstatt die Hörer:innen mit
       negativen Nachrichten zu erschlagen, sprechen die Hosts, Redakteurin Sarah
       Zerback und Jurist Bijan Moini, mit Menschen, die Lösungen für Krisen
       suchen, die sie aufrütteln.
       
       Da gibt es Hendrik, der, erschüttert vom [3][Krieg gegen die Ukraine],
       darüber nachdenkt, wie von ihm entwickelte Computerspiele die Welt
       friedlicher machen können. Auch Anwalt Remo Klinger ist zu Gast. Er hat das
       [4][„Recht auf Zukunft“ vor dem Bundesverfassungsgericht erstritten], das
       die Regierung zum Klimaschutz verpflichtet.
       
       Klar überzeugen manche Vorschläge dabei mehr als andere. Es ist aber
       ohnehin Zerbacks und Moinis genereller Ansatz, durch den das Format so gut
       funktioniert: „Schmetterlingseffekt“ setzt an der Überforderung, der
       Orientierungslosigkeit an, die viele Menschen angesichts der aktuellen
       Weltlage erleben, und eröffnet dann Gespräche über die Themen, über die man
       meist lieber schweigt. Weil multiple Krisen vieles machen, sprachlos zum
       Beispiel, aber eben wirklich gar keinen Spaß.
       
       ## Hoffnungsvoller Realismus
       
       Indem Zerback und Moini die großen Herausforderungen in konkret umsetzbare
       Perspektiven herunterbrechen, setzen sie einer überfordernden Gegenwart
       hoffnungsvollen Realismus entgegen. Das erfrischt. Einzig der Name ist ein
       wenig abgedroschen: „Schmetterlingseffekt“ heißt der Podcast, weil Krisen
       verknüpft sind – und die kleinschrittigen Lösungen, die das Format
       präsentiert, deshalb große Wirkung entfalten können.
       
       19 Nov 2023
       
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       ## AUTOREN
       
 (DIR) Elisa Pfleger
       
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