# taz.de -- Lieferschwierigkeiten bei Medikamenten: Fiebersaft-Beschaffung gefordert
> Angesichts von Lieferproblemen werden bestimmte Medikamente für Kinder
> knapp. Ärztevertreter rufen die Bundesregierung zum schnellen Handeln
> auf.
(IMG) Bild: Dramatische Versorgungsengpässe: Fiebersenkende Präparate für Kinder sind deutschlandweit knapp
Düsseldorf afp | Angesichts der Lieferschwierigkeiten bei Fiebersaft und
anderen Präparaten für [1][junge Patienten] haben Kinderärzte in der
aktuellen Krankheitswelle Sofortmaßnahmen der Bundesregierung gefordert.
„Wir erleben eine sehr hohe Nachfrage nach fiebersenkenden Medikamenten wie
Ibuprofen oder Paracetamol, weil derzeit [2][extrem viele Kinder erkrankt
sind]“, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und
Jugendärzte, Thomas Fischbach, der Düsseldorfer Rheinischen Post vom
Donnerstag.
Fischbach sagte weiter: „Es ist ein Armutszeugnis, dass so simple
Medikamente wie ein Fiebersaft häufig nicht mehr verfügbar sind.“ Die
Regierung müsse sich um die Beschaffung kümmern.
Fischbach berichtete von „verzweifelten Eltern“, die in den Praxen
vorstellig würden. „Es gibt zu wenige Anbieter solcher Mittel, weil die
Festpreisregelung bei uns zu einem Abwandern der Produktion in
Billiglohnländer wie Indien und China geführt hat“, sagte der Kinderarzt.
„Dort gibt es nun Lieferkettenprobleme, was wiederum zu Lieferengpässen
führt.“
Die von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vorgestellten [3][Pläne
für Gesetzesänderungen] kämen zu spät, kritisierte der Verbandspräsident.
„Wir brauchen jetzt eine von der Politik angeschobene Beschaffungsaktion,
um wie zu Beginn der Coronapandemie in einer Notlage schnell an Fiebersaft,
bestimmte Antibiotika und andere selten gewordene Präparate für kleine
Kinder zu kommen.“
15 Dec 2022
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