# taz.de -- Proteste zum Jahrestag in Chile
       
       Am dritten Jahrestag des Beginns der Protestbewegung in Chile hat es in der
       Hauptstadt Santiago gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und
       Polizisten gegeben. Mehrere Hundert Demonstrierende errichteten am Dienstag
       brennende Barrikaden, blockierten die Hauptstraßen und lieferten sich
       Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften. Sie machten ihrem Zorn
       darüber Luft, dass sich in den drei Jahren seit Beginn der Protestbewegung
       gegen Ausbeutung und soziale Ungleichheit in Chile wenig verändert habe.
       Die Polizei setzte 25.000 Beamte ein, die mit Wasserwerfern und Tränengas
       gegen die Proteste vorgingen. Präsident Gabriel Boric forderte zum
       Jahrestag der Proteste eine Aufklärung der damals verübten Gewalttaten
       durch die Polizei: „In einer Demokratie ist es unabdingbar, dass
       Polizeigewalt untersucht und bestraft wird“, sagte der linke Staatschef am
       Dienstag. Bei den Protesten im Oktober und November 2019 waren bei
       Zusammenstößen mit der Polizei mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen.
       (afp, dpa)
       
       20 Oct 2022
       
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