# taz.de -- Protest gegen Ukraine-Krieg: Bundesweite Demos für Frieden
       
       > Zahlreiche Menschen wollen am Sonntag erneut gegen den Krieg
       > protestieren. Beim Thema Waffenlieferungen ist die Friedensbewegung
       > weiter gespalten.
       
 (IMG) Bild: Nach der Invasion in die Ukraine zog es Tausende auf die Straße, um gegen den Krieg zu protestieren
       
       Berlin taz | In fünf deutschen Großstädten wollen am Sonntag erneut
       tausende Menschen gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine auf die
       Straße gehen. Das [1][Bündnis „Stoppt den Krieg“] mobilisiert zu Protesten
       in Berlin, Leipzig, Frankfurt (Main), Stuttgart und Hamburg.
       
       In dem Aufruf, den unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund, die
       Umweltorganisation Greenpeace und die Bürgerbewegung Campact teilen, heißt
       es, man wolle ein Zeichen der Solidarität mit den Ukrainer*innen setzen,
       sowie mit den Russ*innen, die trotz der drohenden Strafen gegen die
       Invasion Putins demonstrieren.
       
       Ziel des Bündnisses seien Friedensverhandlungen, „die in einem
       atomwaffenfreien Europa gemeinsamer Sicherheit, des Friedens und der
       Abrüstung unter Einschluss von Ukraine und Russland münden.“
       
       ## Friedensbewegung für Waffenlieferungen?
       
       Wie weit die Forderung nach Abrüstung reicht, darüber ist das Bündnis
       uneinig: In dem Aufruf heißt es, man fordere eine „aktive Friedenspolitik“,
       die unter anderem in zivile Krisenprävention und in die „Funktionsfähigkeit
       von Katastrophenschutz und Polizei“ investiere.
       
       Ob Waffenlieferungen zur Unterstützung der ukrainischen Armee dazugehören,
       sei [2][innerhalb des Bündnisses umstritten,] sagt Campact-Geschäftsführer
       Christoph Bautz. Man wolle sich bei der Demonstration am Sonntag daher auf
       das konzentrieren, was die verschiedenen Organisationen eine. Geschlossen
       lehne das Bündnis demnach das Sondervermögen von 100 Milliarden Euro ab,
       das Bundeskanzler Olaf Scholz zur Aufrüstung der deutschen Bundeswehr
       angekündigt hatte.
       
       ## Demobeginn um 12 Uhr
       
       Bereits bei [3][dem Protest vor zwei Wochen] in Berlin hatten
       Demonstrant*innen auf Plakaten und in Redebeiträgen die militärische
       Unterstützung der Ukraine gefordert. Wie diese mit dem klassischen
       Antimilitarismus der Friedensbewegung zusammengeht, wird sich am Sonntag
       zeigen. Die [4][Versammlungen] sollen bundesweit um 12 Uhr starten.
       
       In Berlin-Mitte wollen die Demonstrant*innen vom Alexanderplatz über
       das Brandenburger Tor zur Straße des 17. Juni ziehen. Das Bündnis rechnet
       nach eigenen Angaben bundesweit mit mehreren hunderttausend
       Teilnehmer*innen. Bei der Großdemonstration vor zwei Wochen beteiligten
       sich nach Polizeiangaben alleine in der Hauptstadt mehr als hunderttausend
       Menschen, die Veranstalter*innen sprachen sogar von 500.000.
       
       12 Mar 2022
       
       ## LINKS
       
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       ## AUTOREN
       
 (DIR) Jette Wiese
       
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