# taz.de -- Terroranschlag im Niger: Viele Tote bei Angriff auf Bus
       
       > Bei dem mutmaßlich von Jihadisten begangenen Anschlag starben 21
       > Menschen. Die Region gilt als Hochburg bewaffneter Terrorgruppen.
       
 (IMG) Bild: Anti-dschihadistische Spezialeinheit „Almahaou“ 2021 in der Region Tillaberi
       
       Niamey/Berlin afp/taz | Beim bisher größten Terroranschlag in Niger dieses
       Jahr sind am späten Mittwoch mindestens 21 Menschen getötet worden. Ein
       Reisebus aus Burkina Faso wurde in der Nähe des nigrischen Ortes Tera kurz
       nach dem Grenzübergang Potolkele von Bewaffneten auf Motorrädern beschossen
       und ging samt seinen Insassen in Flammen auf, teilten die Behörden am
       Donnerstag mit.
       
       19 Menschen, darunter zwei Grenzpolizisten auf dem Weg nach Hause, seien
       verbrannt oder beim Weglaufen erschossen worden, sieben konnten gerettet
       werden. Auch ein Lastwagen mit Lebensmitteln sei angegriffen worden; dabei
       habe es zwei weitere Tote gegeben. Die nigrische Reisebusgesellschaft STN
       stellte den Verkehr nach Burkina Faso ein.
       
       Die Grenzregion zwischen Niger, Burkina Faso und Mali, genannt Tillaberi,
       [1][gilt als Hochburg bewaffneter islamistischer Gruppen], vor allem der
       Islamische Staat in der Groß-Sahara und die mit Al-Qaida verbundene Jama'at
       Nusrat al-Islam wal-Muslimin sind dort aktiv.
       
       In den vergangenen Tagen hatte es bereits im Norden und Nordosten von
       [2][Burkina Faso eine Reihe von Terrorangriffen] mit insgesamt 43 Toten
       gegeben – die ersten größeren Angriffe und Anschläge in dem Land seit dem
       Militärputsch vom Januar. [3][Amnesty International warnte vor wenigen
       Monaten], dass in Tillaberi eine ganze Generation „inmitten von Tod und
       Zerstörung“ aufwachse.
       
       17 Mar 2022
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.dw.com/en/niger-many-live-in-fear-of-terrorists/a-59179396
 (DIR) [2] https://www.france24.com/en/africa/20220125-burkina-faso-a-history-of-destabilisation-by-jihadist-insurgencies
 (DIR) [3] https://www.amnesty.de/allgemein/pressemitteilung/niger-sahel-kinder-gewalt-angriffe-rekrutierungen-bewaffnete-gruppen
       
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